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"Die Frühschriften Gehlens geben nicht nur Aufschluß über den philosophischen Ausgangspunkt seines Werdeganges, sie sind darüber hinaus eine Quelle ersten Ranges zum Verständnis der deutschen Geistesgeschichte im Schnittpunkt des ausgehenden deutschen Idealismus, der 'Lebensphilosophie' Nietzsches und Schopenhauers und der damals dominierenden phänomenologischen und existentialphilosophischen Denkschulen." 

Christoph Thienen

 

 

 

 

Band 1: Philosophische Schriften (1925–1933)

Herausgegeben von Lothar Samson

1978. VI, 464 Seiten. Einzelpreis Ln € 44.-, 
bei Bezug der Gesamtausgabe € 39.60
ISBN 978-3-465-01304-4
Studienausgabe englische Broschur € 29.-
ISBN 978-3-465-01303-7

Gehlens Philosophie kreist trotz aller methodischen Wandlungen um ein Thema: Im Mittelpunkt steht der Mensch und seine Lebenspraxis in einer riskanten und für ihn letztlich sinnentleerten Welt, die es um der Selbstbehauptung willen auf sich zu nehmen gilt. Gehlens Denken, das hier im Unterschied zur eigentlich anthropologischen Phase noch stärker und unmittelbarer der philosophischen Tradition verhaftet ist, erhält seine innere Dynamik vorwiegend durch die Suche nach einer adäquaten Darstellungsform. Die existenzialanalytische Beschreibung des Menschen in Wirklicher und unwirklicher Geist wird schon bald abgelöst durch eine stark an Fichte orientierte Fassung, repräsentiert vor allem durch die Schrift zur Willensfreiheit.

Aus dem Inhalt

Rede über Hofmannsthal (1925)

Zur Theorie der Setzung und des setzungshaften Wissens (Diss. 1927)

Reflexionen über Gewohnheit (1927)

Wirklicher und unwirklicher Geist (Habil. 1931)

Idealismus und Existenzialphilosophie (1933)

Heinrich Rickert und die Transzendentalphilosophie (1933)