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Martin Heidegger: Herausgegeben von Friedrich-Wilhelm v. Herrmann 6. Auflage 1998. XVIII, 318 Seiten Das "Kant-Buch" Heideggers gehört mit zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen des 20. Jahrhunderts mit dem Philosophen aus Königsberg. Der Band unterscheidet sich von den vorangegangenen Auflagen zu einen durch die Aufnahme der zahlreichen Randbemerkungen aus Heideggers Handexemplar und zum anderen durch eine erhebliche Vermehrung des Anhanges. Dieser ist bereichert durch Heideggers Aufzeichnungen zum Kantbuch sowie durch drei Texte, die Heideggers philosophische Auseinandersetzung mit Ernst Cassirer und dem Marburger Neukantianismus über das bisher im Anhang Veröffentlichte hinaus beträchtlich erweitern. In Kant und das Problem der Metaphysik gibt Heidegger - im Gegenzug gegen die neukantianische Interpretation von Kants "Kritik der reinen Vernunft" als einer Erkenntnistheorie und Theorie der Erfahrung - eine Auslegung dieses ersten Hauptwerkes von Kant als eine Grundlegung der Metaphysik, deren ursprünglichere Wiederholung die Fundamentalontologie als Metaphysik des Daseins in "Sein und Zeit" ist. Kant und das Problem der Metaphysik versteht sich daher auch als eine "geschichtliche" Einleitung in die in "Sein und Zeit" behandelte Problematik, "was aber nur dadurch möglich wurde, daß gegen Kant Gewalt gebraucht wurde in der Richtung einer ursprünglicheren Fassung eben des transzendentalen Entwurfs in seiner Einheitlichkeit, Herausstellung der transzendentalen Einbildungskraft. Diese Kantauslegung ist 'historisch' unrichtig, gewiß, aber sie ist geschichtlich, d.h. auf die Vorbereitung des künftigen Denkens und nur darauf bezogen" (Martin Heidegger"). |