Gliederung
der Gesamtausgabe
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"Die Lektüre der Vortragsfassung ist
spannend. Durch sie nämlich lernt man die Gedankenschritte Heideggers in ihrer
ursprünglichen Reihenfolge kennen; und damit tritt überhaupt erst die Konzeption hervor, in deren
Zusammenhang die im Zentrum der Vorträge stehende Frage nach dem Wesen der Technik gehört."
Frankfurter
Allgemeine Zeitung
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Martin Heidegger Gesamtausgabe
III. Abteilung: Unveröffentlichte Abhandlungen - Vorträge - Gedachtes
Band 79: Bremer und Freiburger Vorträge
Herausgegeben von Petra Jaeger
2., durchgesehene Auflage 2005. VI, 182 Seiten
Ln einzeln € 34.-, bei Fortsetzungsbezug € 30.60
ISBN 978-3-465-03425-4
Kt einzeln € 28.-, bei Fortsetzungsbezug € 25.20
ISBN 978-3-465-03424-7
Dieser Band enthält die vollständige
Veröffentlichung des Bremer Vortragszyklus "Einblick in das was
ist" (1949) und des Freiburger Vortragszyklus "Grundsätze des
Denkens" (1957). Beide Vortragsreihen gaben zum Zeitpunkt ihres
mündlichen Vortrags und der nachfolgenden, allerdings nur teilweisen
Veröffentlichung einem breiteren Publikum einen - wenn auch noch begrenzten
- Einblick in das seynsgeschichtliche Denken des späten Heidegger.
Die "Bremer Vorträge" entfalten
unter dem Titel "Einblick in das was ist" am Leitfaden der Frage
nach dem vollen Wesen des Dinges und seiner Verwahrung im Zeitalter der
Technik als der Herrschaft des "Ge-Stells", in dem das Seiende nur
noch in der Gestalt des bestellbaren Bestandes erscheint, die wesentliche
Frage nach dem Grundgeschehen dieser seynsgeschichtlichen Konstellation und
der in ihr verborgenen Gefahr und ihrer möglichen Überwindung. Die
eigentliche Gefahr dieses Zeitalters sieht Heidegger in der vollständigen
Verschüttung der Unverborgenheit des Seienden, die im epochalen
geschichtlichen Wechselspiel von Entbergung und Verbergung, von Lichtung und
Verborgenheit des Seyns im Ereignis ihren Ort hat.
Die "Freiburger Vorträge" sind als
Versuch, das Denken aus seinen Grundsätzen zu erfahren, das geschichtliche
Wagnis, sich in die weltgeschichtliche Unentschiedenheit des Denkens
einzulassen. Dieser Versuch hinterfragt die herkömmlich so genannten
Grundsätze des Denkens - wie die Sätze der Identität, des Widerspruchs
und des Grundes - in eine Überlieferung des Denkens, die uns zu einer
anderen Aneignung befreit und so eine Verwandlung des Denkens ermöglicht,
das unser Zeitalter beherrscht. Er fragt zurück in den Ort der Herkunft der
Denkgesetze, in den keine Wissenschaft hineinreicht, d.h. in jenen anderen
Bereich der Ortschaft der Identität von Denken und Sein und damit in jene
andere Identität als Zusammengehören, die als Zueignung von Mensch und
Sein im Ereignis der Lichtung des Seyns west.
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