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Gliederung
der Gesamtausgabe
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"Die Vorlesung [...] verdient besondere Aufmerksamkeit. [Sie] ist von bestechender
Klarheit: Nachdem
Heidegger nicht mehr Husserls Assistent war, konnte er sich mit der
Philosophie seines Lehrers Husserl sehr viel freier beschäftigen als in seiner Freiburger Zeit."
Frankfurter
Allgemeine Zeitung
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Martin Heidegger
Gesamtausgabe
II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944
Band 17: Einführung in die
phänomenologische Forschung
(Wintersemester 1923/24)
Herausgegeben von
Friedrich-Wilhelm v. Herrmann
2., unveränderte Auflage
2006. XIV, 332 Seiten
Ln einzeln 49.-, im Abonnement 41.65
ISBN 978-3-465-03508-4
Kt einzeln 42.-, im Abonnement 35.70
ISBN 978-3-465-03507-7
Als "Einführung in die
phänomenologische Forschung" zielt Heideggers erste Marburger
Vorlesung vom Wintersemester 1923/24 darauf ab, unter Führung der den
"Sachen selbst" verpflichteten Forschungstendenz der
Phänomenologie auf dem Wege einer kritischen Untersuchung der
Phänomenologie des Bewußtseins die phänomenologische Forschung
ursprünglicher zu Ergreifen als Phänomenologie des Daseins.
Der erste Teil der Vorlesung setzt
deshalb ein mit einer Interpretation von "phainómenon" und
"lógos" bei Aristoteles, um deutlich werden zu lassen, daß die
von Aristoteles ausgebildeten Grundbestände der philosophischen Forschung
das Sein der Welt und das Leben als Sein in einer Welt sind. Demgegenüber
wird die spätere Entwicklung in der Gewinnung der Tatbestände der
Philosophie, insbesondere seit Descartes, geleitet von der Vorherrschaft
einer an der Strenge der Mathematik orientierten Idee von Gewißheit und
Evidenz, die von Heidegger als Sorge um erkannte Erkenntnis vor der
Frage nach den Sachen selbst gefaßt wird. Daß auch die Phänomenologie Husserls
in dieser geschichtlichen Überlieferung steht, soll die Interpretation
von Husserls Selbstauslegung der Phänomenologie in der 1911
erschienenen Abhandlung "Philosophie als strenge Wissenschaft"
nachweisen. Diese Sorge wird von Heidegger in ihrer geschichtlichen
Herkunft durchsichtig gemacht durch den Rückgang auf ihre geschichtliche
Konkretion bei Descartes und deren Erschließen der res cogitans im
zweiten Teil der Vorlesung, die zugleich einen Hinblick auf Thomas
v. Aquin und die scholastische Ontologie einschließt. Im dritten
Teil schließlich wird gezeigt, wie die Sorge um Gewißheit und erkannte
Erkenntnis bei Descartes und Husserl die phänomenologischen
Befunde verunstaltet und darin das Dasein als das genuine Sein der
res cogitans versäumt wird.
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