Martin Heidegger
Gesamtausgabe
II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944
Band 26: Metaphysische
Anfangsgründe der Logik im Ausgang von Leibniz
(Sommersemester 1928)
Herausgegeben von Klaus
Held
3., durchgesehene
Auflage 2007. VI, 292 Seiten
Ln einzeln 44.-, im Abonnement 37.40
ISBN 978-3-465-03521-3
Kt einzeln 38.-, im Abonnement 32.30
ISBN 978-3-465-03520-6
Die letzte Marburger Vorlesung, gehalten
im Sommersemester 1928 unter dem Titel "Logik", enthält keine
Darstellung einer traditionellen oder modernen Logik, sondern geht im
Licht der Seinsfrage den "metaphysischen Anfangsgründen der
Logik" nach.
Um einen ersten Zugang zu jenen
Anfangsgründen zu gewinnen, gibt Heidegger in der ersten Hälfte der
Vorlesung eine Interpretation der auf viele einzelne Schriften und
Äußerungen verteilten Metaphysik von Leibniz im Hinblick auf ihre
Grundlegungsfunktion für dessen eigene und die überlieferte Logik
überhaupt. Diese erste große Leibniz-Interpretation Heideggers ist für
das Verständnis seiner Auslegung der neuzeitlichen Metaphysik der
Subjektivität unentbehrlich.
Der zweite, umfänglichere Teil der
Vorlesung behandelt zentrale systematische Fragen, die sich Heidegger
zwischen "Sein und Zeit" und "Vom Wesen des Grundes"
stellten. Im Mittelpunkt stehen Erörterungen zum Verhältnis von
Transzendenz und Intentionalität, die für die Stellung des
heideggerschen Denkens in "Sein und Zeit" zur Phänomenologie
und vor allem zu den ausführlich diskutierten Ansätzen Max Schelers
besonders aufschlußreich sind. Überhaupt setzte sich Heidegger in dieser
Zeit intensiv mit dem Denken Schelers auseinander, wovon auch der
vielzitierte Nachruf zeugt, den Heideggers in dieser Vorlesung sprach und
der hier zum ersten Mal ungekürzt abgedruckt wird.
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