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"Bultmanns Freundschaft mit Martin Heidegger gehört zu den herausragenden intellektuellen Ereignissen in der Denkgeschichte des 20. Jahrhunderts."

Zeitschrift für Ideengeschichte

"Ein gelehrter, auch ganz persönlicher, eine Epoche repräsentierender Briefwechsel [...] vorzüglich ediert und philologisch kommentiert."

Philosophische Rundschau

"Wie intensiv, fast verbissen [Heidegger und Bultmann] die Frage nach dem Verhältnis von Theologie und Philosophie, von Glauben und Wissen, Hoffen und Denken geführt haben, ist jetzt ihrem mustergültig edierten Briefwechsel abzulesen."

Berliner Zeitung

"Der zentrale Glücksfall, das elementare Strukturelement, an dem sich Marburgs unvergleichliche intellektuelle Energie entzündete, war die 1925 auf die Bahn gekommene und bald zur Freundschaft gewordene Zusammenarbeit zwischen Martin Heidegger und dem fünf Jahre älteren Theologen Rudolf Bultmann."

Hans-Ulrich Gumbrecht, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Man kann dem Buch nur recht viele Leser wünschen: Dem Kenner der Materie erschließt es bisher nicht zugängliches Datenmaterial; den interessierten Laien führt es in einen spannenden geisteswissenschaftlichen Dialog ein - und allen würde in jedem Fall eine bereichernde Lektüre entgehen, würden sie den Briefwechsel nicht einmal zur Hand nehmen."

Deutsches Pfarrerblatt

"Eine großartige Korrespondenz [...] Dieser fünf Jahrzehnte währende Briefwechsel war mit der wichtigste der beiden Männer: Er ist aufschlussreich für biographische Ausleuchtungen, für Charakteranalysen und von hoher philosophischer sowie wissenschaftlicher Relevanz."

Kommune

Rudolf Bultmann/

Martin Heidegger:
Briefwechsel 1925 bis 1975

 

Herausgegeben von Andreas Großmann

und Christof Landmesser

Mit einem Geleitwort von Eberhard Jüngel

 

2009. XXVI, 342 Seiten, 9 Abbildungen
Fadenheftung, Schutzumschlag

Ln € 49.- ISBN 978-3-465-03603-6

Kt € 39.- ISBN 978-3-465-03602-9
Eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Verlag Mohr Siebeck

 

Nach einer Bemerkung Martin Heideggers besteht zwischen den Lebensformen des Glaubens und der Philosophie eine "Todfeind"schaft. Dieser radikale Gegensatz aber müsse "gerade die mögliche Gemeinschaft von Theologie und Philosophie als Wissenschaften tragen".

Diese mögliche Gemeinschaft bezeugt in herausragender Weise der Briefwechsel Heideggers mit dem großen Marburger Theologen Rudolf Bultmann. Die Korrespondenz, die mit dieser Edition der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, entfaltet vor allem in den ersten Jahren eine außerordentliche Intensität. Als Heidegger 1928 dem Ruf an die Freiburger Universität als Nachfolger Husserls folgt, gehen die Freunde zum "Du" über. Dies geschieht indes in dem untrüglichen Bewusstsein, fortan getrennte Wege zu gehen. So sehr die in Marburg gemeinsam diskutierte Sache im Blick bleibt, so deutlich offenbart der Briefwechsel doch auch die Spannungen und Entfremdungen, die die Freundschaft zwischen beiden kennzeichnen - bei allem bleibenden Respekt. In all dem ist der Briefwechsel ein geistesgeschichtliches Zeugnis ersten Ranges und Dokument eines im zwanzigsten Jahrhundert singulären Gesprächs zwischen Philosophie und Theologie.

Flankiert wird die Edition des Briefwechsels von einer Reihe von Texten, die in einem Anhang versammelt sind und in direktem oder indirektem Bezug zur Korrespondenz stehen. Erstmals publiziert finden sich darunter das Protokoll eines Referats, das Heidegger 1961 im Zürcher Seminar Gerhard Ebelings über Luther gehalten hat, sowie Bultmanns mehrseitige "Reflexionen zum Denkweg Martin Heideggers nach der Darstellung von Otto Pöggeler" aus dem Jahre 1963.

Andreas Großmann lehrt Philosophie an der Universität Lüneburg.
Christof Landmesser ist Professor für Neues Testament an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen.