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"Kluges und gelehrtes Buch [...]. Lebendig im Ton, klar in der Sache und gewandt in der Sprache führt Schmidt den Leser Schritt für Schritt in die Gedankenwelt der Metaphysik. [...] Das Buch sei einer breiten Leserschaft empfohlen. Seine Lektüre eröffnet neue Sichtweisen. Was kann man über ein Buch lobender sagen?"

Cusanus Jahrbuch

"Innovativ, breit angelegt und äußerst anregend [...]. Schmidts reichhaltige Studie [lädt] unmittelbar zu einer Auseinandersetzung mit den frühneuzeitlichen Rationalisten ein. Sie eröffnet den Blick auf eine faszinierende philosophische Landschaft."

Deutsche Zeitschrift für Philosophie 

Andreas Schmidt:
Göttliche Gedanken

Zur Metaphysik der Erkenntnis bei Descartes, Malebranche, Spinoza und Leibniz

2009. 452 Seiten, Fadenheftung. Kt € 49.-
ISBN 978-3-465-03636-4
Philosophische Abhandlungen Band 97
E-Book bei libreka! ISBN 978-3-465-13636-1

Thema dieser Studie ist die Philosophie des Geistes bei Descartes, Malebranche, Spinoza und Leibniz. Es soll gezeigt werden, dass die Frage nach dem Wesen des Geistes bei diesen Autoren von vorneherein im Kontext einer erkenntnistheoretischen Problematik behandelt wird und erst dadurch ihr eigentümliches Profil erhält. Wie muss der menschliche Geist beschaffen sein, wenn sichere Erkenntnis möglich sein soll? Das ist die zentrale Frage, die im frühneuzeitlichen Rationalismus gestellt wird. Sie wird von den Autoren des klassischen Rationalismus in mehreren monumentalen Anläufen beantwortet, indem der menschliche Geist als etwas beschrieben wird, das wesentlich auf Gott und seine Allwissenheit bezogen ist. In radikalisierender Anknüpfung an die scholastische Philosophie erweist sich die visio beatifica, die es dem endlichen Geist erlaubt, an Gottes Unendlichkeit teilzuhaben, als das zentrale epistemologische Paradigma, das von den genannten Autoren auf je unterschiedliche Weise ausbuchstabiert wird. So zeigt sich, dass die Philosophie des Geistes, weit davon entfernt, eine bloße Subdisziplin der Philosophie zu sein, für die rationalistischen Philosophen des 17. Jahrhunderts ins Zentrum der prima philosophia rückt - als die privilegierte Schnittstelle, an der sich Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie und Subjektivitätstheorie treffen und wechselseitig artikulieren.

Andreas Schmidt lehrt Philosophie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.