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Martin Heidegger
Gesamtausgabe
II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944
Band 58: Grundprobleme der
Phänomenologie
(Wintersemester 1919/20)
Herausgegeben von
Hans-Helmuth Gander
2., durchgesehene Auflage
2010. X, 274 Seiten
Ln einzeln 44.-, im Abonnement 37.40
ISBN 978-3-465-03665-4
Phänomenologie als Ursprungswissenschaft
vom Leben in ihren Strukturen und thematischen Bereichen aufzuweisen,
steckt Rahmen und Ziel dieser Freiburger Dozentenvorlesung ab. In dieser
Grundtendenz ist die Vorlesung ein bedeutendes Zeugnis des Durchbruchs des
Heideggerschen Denkens hin zur Position von "Sein und Zeit". Sie
ist aber mit Blick auf Heideggers Denkweg nicht nur
entwicklungsgeschichtlich von Interesse, sondern sie bezieht ihr Gewicht
zudem auch aus ihrer Anlage als systematische Vorlesung. Mit kritischem
Blick auf die Tradition, insbesondere aber im Bemühen um Distanzgewinnung
zur zeitgenössischen Philosophie (Phänomenologie, Neukantianismus,
Lebensphilosophie) sucht Heidegger die eigenen Konzeption einer
"Urwissenschaft vom Leben an und für sich" zu profilieren. Im
Zentrum steht dabei der Aufweis der in sich unterschiedenen, aber darin
gleichwohl ineinander verwobenen Bekundungsgestalten des faktischen Lebens
(Selbstsein, Mitwelt, Umwelt) und ihrer Thematisierungsmöglichkeiten im
alltäglichen, wissenschaftlichen und philosophischen Verhalten. In immer
neuen Anläufen lässt so diese Vorlesung plastisch Heideggers Ringen um
den Ansatz einer hermeneutischen Phänomenologie hervortreten.
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