Klostermann Seminar / Klostermann RoteReihe

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Kurt Flasch in "Literatur im Foyer" im Gespräch mit Thea Dorn (Video)


"Der lebendigste, philosophisch stärkste, gedanklich kontrastreichste Cusanus, den es je zu lesen gab. Indem er Nikolaus von Kues als ganz seiner Zeit zugehörig zeigt, gibt Flasch ein für die Gegenwart gültiges Bild seines Denkens."

Frankfurter Allgemeine Zeitung


"Flaschs Buch stellt eine großartige Denkleistung dar und bietet Seite um Seite Reflexion auf hohem Niveau."

Deutsche Tagespost

 

Kurt Flasch:
Nikolaus von Kues.
Geschichte einer Entwicklung

Vorlesungen zur Einführung in seine Philosophie

3. Auflage 2008. 680 Seiten. Kt € 34.-
ISBN 978-3-465-04059-0
Klostermann RoteReihe Band 27

Nikolaus von Kues (1401-1464) hat sein Denken als allmähliche Entwicklung beschrieben, die ihn zu der Einsicht gebracht habe, die Wahrheit liege nicht im Verborgenen, sondern schreie auf den Straßen. Deutlich hat er die Stufen seiner intellektuellen Entwicklung markiert. Die meisten Darstellungen der Philosophie des Cusanus haben von seinen Hinweisen nicht profitiert, weil sie überwiegend De docta ignorantia (abgeschlossen 1440) oder einzelne ausgewählte Texte interpretieren. Dieses Buch macht hingegen den Versuch, von 1430 bis 1464 Schrift für Schrift mitdenkend zu charakterisieren, und schafft dabei ein bewegtes Gesamtbild des Cusanischen Denkens. Es stellt dessen Argumentationen in chronologischer Folge dar und vergleicht sie - mit dem Ziel einer genetischen Analyse. Flaschs Buch bleibt an den einzelnen Texten und ihrer philosophischen Substanz orientiert, untersucht aber zugleich die Zusammenhänge von intellektueller Arbeit und geschichtlicher Umwelt: Politik, Kirche, Kultur. So entsteht in der Verbindung von Textarbeit, philosophischer Erörterung und historischer Umsicht ein differenziertes Panorama rheinisch-italienischer Wechselwirkung im 15. Jahrhundert.

Kurt Flasch ist Professor emeritus für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum. Er ist Mitglied der Römischen Akademie der Wissenschaften (Accademia dei Lincei), ferner der Toskanischen Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Florenz (La Colombaria) und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.