Eine Veröffentlichung des
Max-Planck-Instituts für
Europäische Rechtsgeschichte

Recht in der
Industriellen Revolution
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Miloš
Vec wird im Jahr 2008 mit dem Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Dieses Buch wurde im Rahmen des H-Soz-u-Kult- Wettbewerbs "Das Historische Buch" von einer internationalen Jury in der
Kategorie "Neuere Geschichte" unter
die Preisträger gewählt.
"Ein
Standardwerk, von dem künftig auszugehen sein wird."
H-Soz-u-Kult
(hier
die Rezension)
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Miloš
Vec:
Recht und Normierung in der Industriellen Revolution
Neue
Strukturen der Normsetzung in Völkerrecht, staatlicher Gesetzgebung und
gesellschaftlicher Selbstnormierung
2006. X, 492 Seiten
Kt einzeln € 79.-, im Abonnement € 71.10
ISBN 978-3-465-03490-2
Recht in der Industriellen Revolution. Herausgegeben von Miloš
Vec. Band 1
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte Band 200
Die intensive Auseinandersetzung des Rechts mit den
Herausforderungen von Technik und Wirtschaft hat im 19. Jahrhundert einen
tief greifenden gesellschaftlichen Wandel ermöglicht. Infolge neuer
Strukturen der Normsetzung entstanden ein neues Rechtsquellensystem und
ein Normenpluralismus. Als normsetzende Akteure traten dabei auf: die
internationale Staatengemeinschaft, die über völkerrechtliche Verträge
und neue zwischenstaatliche Institutionen das Völkerrecht zu einem
Kooperationsrecht umgestaltete; auf nationaler Ebene entwickelte sich
zwischen parlamentarischem Gesetzgeber, Vereinen, Verbänden und
technisch-wissenschaftlichen Institutionen eine Expertengesetzgebung sowie
eine institutionalisierte überbetriebliche technische Normung, die in
gesellschaftlicher Selbstorganisation stattfand. Auf diesen Feldern
wirkten Juristen, Techniker, Ingenieure und andere vielfach vernetzte
Expertengruppen zusammen. Die so entstandenen Normen bestrebten nicht nur
reaktiv eine "Bewältigung" der Gefahren der Industrialisierung,
vielmehr sollten Innovationen erst ermöglicht werden. Dabei wurden neue
Steuerungsinstrumente entwickelt, die bis heute Gültigkeit behalten
haben; der werdende Staat der Industriegesellschaft diente als
Laboratorium für die Schaffung neuer Regelungsmodelle, deren Aktualität
in der "Postmoderne" eher noch zuzunehmen scheint.
Miloš
Vec leitete die selbständige wissenschaftliche Nachwuchsgruppe „Recht
in der Industriellen Revolution“ am Max-Planck-Institut für
europäische Rechtsgeschichte. Seit 2008 ist er dort Leiter des
Projekts Das
Völkerrecht und seine Wissenschaft, 1789-1914 im Rahmen des
bewilligten DFG-Exzellenzclusters 243 „Formation of Normative
Orders”.
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