Eine Veröffentlichung des
Max-Planck-Instituts
für europäische Rechtsgeschichte

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"Mit dem Heiligen Stuhl gegen den
Heiligen Stuhl zu argumentieren oder sogar mit Moses gegen Moses: Das war
im Mittelalter die Paradedisziplin gelehrter Juristen. Hermann Lange
liefert fünf Studien zu alten Sensationsfällen."
Frankfurter
Allgemeine Zeitung
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Hermann
Lange:
Recht und Macht
Politische
Streitigkeiten im Spätmittelalter
2010.
XVI, 254 Seiten
Kt einzeln € 49.-, im Abonnement € 44.10
ISBN 978-3-465-04108-5
Studien zur europäischen Rechtsgeschichte Band 252
Das
Buch setzt sich mit der rechtlichen Beurteilung folgender Streitigkeiten
auseinander:
1.
Kaiser Heinrich VII und Robert von Neapel (Prozess wegen Majestätsverbrechens,
Universalmonarchie oder Nationalstaaten, Rechtliches Gehör)
2. Urban VI und Clemens VII (Rechtsgültigkeit der zum großen Schisma führenden
Wahlen von Papst und Gegenpapst, Rechte der Kardinäle)
3. Der gerechte Krieg und die Landnahmen der Europäer (Die Entwicklung
der Lehre vom gerechten Krieg, Rechtsstellung der Ungläubigen)
4. Sixtus IV und Lorenzo von Medici (Rechtsgültigkeit der Censura
Sixtus’ IV, Haftung einer Stadt für ihre Bürger, Rechtliches Gehör)
5. Das Konzil von Pisa 1511/1512 (Recht zur Einberufung eines Konzils,
Verhältnis von Konzil und Papst, Anklage gegen und Urteil über einen
Papst)
6. Heinrich VIII und Katharina von Aragón (Rechtsgültigkeit der Ehe
Heinrichs mit Katharina, Ehehindernisse und Dispensrecht des Papstes,
Abgrenzung von göttlichem und menschlichem Recht)
In einem jeweils ersten Teil wird der Ablauf der zu beurteilenden
Ereignisse geschildert, in einem zweiten werden die bislang meist wenig
beachteten Gutachten führender Juristen und die Stellungnahmen
angesehener Universitäten besprochen, mit denen die Auftraggeber ihre
Ziele zu erreichen suchten. Die Gutachten schöpfen aus den Quellen des römischen
und kanonischen Rechts. Sie enthalten Grundsätze, die zu den bleibenden
Bestandteilen des europäischen ius commune geworden sind.
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