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Philosophischer Literaturanzeiger

Ein Referateorgan für die Neuerscheinungen der Philosophie und ihrer gesamten Grenzgebiete

A review organ presenting new books in philosophy and adjacent fields of research 

1948 begründet von Georgi Schischkoff / 
Established by Georgi Schischkoff in 1948

Herausgegeben von / Edited by: 
Ulrike Bardt
, Stephan Nachtsheim


Redaktion / Editorial Office

Philosophisches Institut der RWTH, 52056 Aachen, 
Tel. (0241) 80-96003 und 
Seminar Philosophie der Universität Koblenz-Landau,
Campus Koblenz, Universitätsstraße 1, 56070 Koblenz, 
Tel. (0261) 287-1900, Fax (0261) 287-1901. 

An diese Anschriften sind Besprechungsexemplare sowie Zeitschriften und Anfragen redaktionellen Inhalts zu richten. Vor der Zusendung nicht angeforderter Referate und vergleichender Literaturberichte wird um nähere Vereinbarung mit den Herausgebern gebeten. Für nicht bestellte Rezensionsexemplare wird keine Haftung übernommen. 
Insofern die einzelnen Rezensionen und Berichte neben der ausführlichen inhaltlichen Darstellung der Werke kritische Bemerkungen enthalten, stellen diese die Meinung der Rezensenten dar, nicht unbedingt auch die der Redaktion.
Verantwortlich für den Inhalt sind gemeinsam die Herausgeber Dr. Ulrike Bardt (Koblenz) und Professor Dr. Stephan Nachtsheim (Aachen).

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The reviews and book reports do not necessarily represent the editors´view. The editors Dr. Ulrike Bardt (Koblenz) and Professor Dr. Stephan Nachtsheim (Aachen) are responsible for the contents of the journal.

Wissenschaftlicher Beirat / Editorial Advisory Board:

Marion Heinz (Siegen), Peter Kampits (Wien), Christian Krijnen (Amsterdam), Reinhard Mehring (Heidelberg), Gert Müller (Washington D.C.), Günter Zöller (München)

unter Mitwirkung von / with contributions by:

Reinhold Breil (Aachen), Gabriele Goslich (Wuppertal), Ursula Homann (Arnsberg i.W.), Bernhard Irrgang (Dresden), Elenor Jain (Gießen), Rolf Kühn (Freiburg i.Br.), Gisela Miller-Kipp (Düsseldorf), J. K. Nyiri (Budapest)

Die Herausgeber über die Zeitschrift / 
The Editors´ introduction to the journal: 


Der Philosophische Literaturanzeiger wurde 1948 von Georgi Schischkoff begründet. Zuvor hatte Schischkoff bereits die Zeitschrift für philosophische Forschung und die Buchreihe Monographien zur philosophischen Forschung ins Leben gerufen. Die philosophische Fachwelt hat diese Neugründungen mit Recht als bedeutende Leistungen anerkannt, welche die philosophische Forschung und Zusammenarbeit der Fachleute im Nachkriegsdeutschland entscheidend gefördert haben. Sie waren umso beachtlicher, als die Umstände der Nachkriegsjahre solchen auf Dauer angelegten Publikationsprojekten denkbar ungünstig waren. Zudem war der junge Schischkoff (geb.1912 in Bulgarien) damals in der philosophischen Welt noch relativ unbekannt. Doch gelang es ihm, angesehene ältere Fachgenossen der verschiedensten philosophischen Richtungen von seinen Plänen zu überzeugen und zur Mitarbeit zu bewegen. Auch der erste deutsche Kongreß für Philosophie (1947 in Garmisch-Partenkirchen) und die Gründung der "Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland" gingen auf seine Initiative bzw. Anregung zurück.

Der Philosophische Literaturanzeiger wurde konzipiert als ein überwiegend berichtendes "Referateorgan für die Neuerscheinungen der Philosophie und ihrer gesamten Grenzgebiete". Er sollte den Leser "durch ausführliche inhaltlich vertiefte Referate" über die Neuerscheinungen im Fach Philosophie unterrichten und so dem Fachmann bei der Bewältigung der jährlich wachsenden Anzahl der Neuerscheinungen behilflich sein. Diese Aufgabe besteht nicht nur weiterhin, sondern sie ist inzwischen sogar noch dringender geworden. So hat sich die Konzeption eines reinen Besprechungsorgans als weitsichtig und sachgerecht erwiesen.

Wie die anderen von Schischkoff betreuten Publikationen sollte auch der Philosophische Literaturanzeiger Spiegel der philosophischen Arbeit in ihrer ganzen Breite sein. Von Beginn an hat die Zeitschrift die zeitgenössische Philosophie in der ganzen Vielfalt ihrer Strömungen und Arbeitsgebiete berücksichtigt. Unvoreingenommenheit, Unparteilichkeit und Offenheit für alle wissenschaftlich ernstzunehmenden Richtungen sind nach wie vor Prinzipien der Redaktion. Auf eigene Weise repräsentieren diese Pluralität auch die Mitarbeiter der Zeitschrift in ihrer ganz unterschiedlichen philosophischen Provenienz.

Das erste Heft erschien im Herbst 1949. Der erste Band umfaßte sechs Hefte mit insgesamt 288 Seiten. Die Hefte erschienen im Abstand von etwa zwei Monaten. Band 1 war im Herbst 1950 vollständig. Er enthielt u.a. ausführliche Besprechungen wichtiger Arbeiten von Theodor W. Adorno/Max Horkheimer, Otto Friedrich Bollnow, Hugo Dingler, Romano Guardini, Martin Heidegger, Edmund Husserl, Wilhelm Kamlah, Bruno Liebrucks, Theodor Litt, Johannes Lotz, Georg Lukács, Hans Mayer, Alexander Pfänder, Josef Pieper, Hans Reichenbach, Erich Rothacker, Bertrand Russell, Jean-Paul Sartre, Albert Schweitzer, Hans Sedlmayr und Arnold Toynbee.

Als Mitarbeiter dieses ersten Bandes waren u.a. Nicolai von Bubnoff, Hans Heinz Holz, Johannes Lotz, Gottfried Martin, Helmut Schelsky, Wilhelm Weischedel und Paul Wilpert gewonnen worden. Ein weiterer Mitarbeiter des ersten Bandes, Hermann Riefstahl, trägt bis heute Rezensionen besonders zur französischsprachigen Philosophie bei.

Während in den ersten Jahren die Zeitschrift im Selbstverlag der Schriftleitung (Schlehdorf am Kochelsee) herauskam, erfolgte die verlegerische Betreuung zwischen 1953 und 1961 durch die Verlage Ernst Reinhardt, Anton Hain und Frommann-Holzboog, seit 1962 durch den Anton Hain-Verlag. 1989 hat der Verlag Vittorio Klostermann die Zeitschrift übernommen.

Zwischen 1951 und 1956 war Eduard May Mitherausgeber. 1979 traten die Unterzeichneten in die Schriftleitung ein, 1980 übernahmen sie neben Schischkoff die Mitherausgeberschaft. Als dieser gegen Ende des Jahres 1980 aus der Herausgeberschaft ausschied, nahm seine Stelle Gerd Wolandt ein; Gerd Wolandt ist im Februar 1997 verstorben. Seit 1978 werden die Herausgeber von einem Wissenschaftlichen Beirat unterstützt.

Bis 1955 erschienen 8 Bände. Seit 1956 kommt pro Jahr ein Band heraus, ab Band 31 ( 1978) in vierteljährlich erscheinenden Heften. Im Laufe der Jahre hat sich der Umfang der Bände von anfangs 288 Seiten über 384 auf inzwischen 416 Seiten erhöht. Pro Band werden nun 130 bis 140 deutsch- und fremdsprachige Werke rezensiert. In den bislang 50 Bänden erschienen Besprechungen über insgesamt etwa 6000 Neuerscheinungen.

Wurden anfangs ausschließlich Einzelrezensionen veröffentlicht, so erwies es sich im Laufe der Zeit als sinnvoll, neuere Forschungen zu bestimmten Gebieten und Problemen im Zusammenhang vorzustellen. Deswegen wurde 1978 die Rubrik "Vergleichende Bücherberichte" (jetzt: "Literaturberichte") eingeführt.

Nach wie vor gilt, was Schischkoff 1949 schrieb: "Der Philosophische Literaturanzeiger steht allen Fachkreisen zur Mitarbeit offen ..."

Rudolf Lüthe, Stephan Nachtsheim