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Philosophischer LiteraturanzeigerEin Referateorgan für die Neuerscheinungen
der Philosophie und ihrer gesamten Grenzgebiete 1948 begründet von Georgi Schischkoff / Herausgegeben von / Edited by:
An diese Anschriften sind Besprechungsexemplare sowie Zeitschriften und Anfragen redaktionellen Inhalts zu richten. Vor der Zusendung nicht angeforderter Referate und vergleichender Literaturberichte wird um nähere Vereinbarung mit den Herausgebern gebeten. Für nicht bestellte Rezensionsexemplare wird keine Haftung übernommen. Wissenschaftlicher Beirat / Editorial Advisory Board: Marion Heinz (Siegen), Peter Kampits (Wien), Christian Krijnen (Amsterdam), Reinhard Mehring (Heidelberg), Gert Müller (Washington D.C.), Günter Zöller (München) unter Mitwirkung von / with contributions by: Reinhold Breil
(Aachen), Gabriele Goslich (Wuppertal), Ursula Homann (Arnsberg
i.W.), Bernhard Irrgang
(Dresden), Elenor Jain (Gießen), Rolf Kühn
(Freiburg i.Br.), Gisela
Miller-Kipp (Düsseldorf), J. K. Nyiri
(Budapest) Die Herausgeber über die Zeitschrift
/ Der Philosophische Literaturanzeiger wurde konzipiert als ein überwiegend berichtendes "Referateorgan für die Neuerscheinungen der Philosophie und ihrer gesamten Grenzgebiete". Er sollte den Leser "durch ausführliche inhaltlich vertiefte Referate" über die Neuerscheinungen im Fach Philosophie unterrichten und so dem Fachmann bei der Bewältigung der jährlich wachsenden Anzahl der Neuerscheinungen behilflich sein. Diese Aufgabe besteht nicht nur weiterhin, sondern sie ist inzwischen sogar noch dringender geworden. So hat sich die Konzeption eines reinen Besprechungsorgans als weitsichtig und sachgerecht erwiesen. Wie die anderen von Schischkoff betreuten Publikationen sollte auch der Philosophische Literaturanzeiger Spiegel der philosophischen Arbeit in ihrer ganzen Breite sein. Von Beginn an hat die Zeitschrift die zeitgenössische Philosophie in der ganzen Vielfalt ihrer Strömungen und Arbeitsgebiete berücksichtigt. Unvoreingenommenheit, Unparteilichkeit und Offenheit für alle wissenschaftlich ernstzunehmenden Richtungen sind nach wie vor Prinzipien der Redaktion. Auf eigene Weise repräsentieren diese Pluralität auch die Mitarbeiter der Zeitschrift in ihrer ganz unterschiedlichen philosophischen Provenienz. Das erste Heft erschien im Herbst 1949. Der erste Band umfaßte sechs Hefte mit insgesamt 288 Seiten. Die Hefte erschienen im Abstand von etwa zwei Monaten. Band 1 war im Herbst 1950 vollständig. Er enthielt u.a. ausführliche Besprechungen wichtiger Arbeiten von Theodor W. Adorno/Max Horkheimer, Otto Friedrich Bollnow, Hugo Dingler, Romano Guardini, Martin Heidegger, Edmund Husserl, Wilhelm Kamlah, Bruno Liebrucks, Theodor Litt, Johannes Lotz, Georg Lukács, Hans Mayer, Alexander Pfänder, Josef Pieper, Hans Reichenbach, Erich Rothacker, Bertrand Russell, Jean-Paul Sartre, Albert Schweitzer, Hans Sedlmayr und Arnold Toynbee. Als Mitarbeiter dieses ersten Bandes waren u.a. Nicolai von Bubnoff, Hans Heinz Holz, Johannes Lotz, Gottfried Martin, Helmut Schelsky, Wilhelm Weischedel und Paul Wilpert gewonnen worden. Ein weiterer Mitarbeiter des ersten Bandes, Hermann Riefstahl, trägt bis heute Rezensionen besonders zur französischsprachigen Philosophie bei. Während in den ersten Jahren die Zeitschrift im Selbstverlag der Schriftleitung (Schlehdorf am Kochelsee) herauskam, erfolgte die verlegerische Betreuung zwischen 1953 und 1961 durch die Verlage Ernst Reinhardt, Anton Hain und Frommann-Holzboog, seit 1962 durch den Anton Hain-Verlag. 1989 hat der Verlag Vittorio Klostermann die Zeitschrift übernommen. Zwischen 1951 und 1956 war Eduard May Mitherausgeber. 1979 traten die Unterzeichneten in die Schriftleitung ein, 1980 übernahmen sie neben Schischkoff die Mitherausgeberschaft. Als dieser gegen Ende des Jahres 1980 aus der Herausgeberschaft ausschied, nahm seine Stelle Gerd Wolandt ein; Gerd Wolandt ist im Februar 1997 verstorben. Seit 1978 werden die Herausgeber von einem Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Bis 1955 erschienen 8 Bände. Seit 1956 kommt pro Jahr ein Band heraus, ab Band 31 ( 1978) in vierteljährlich erscheinenden Heften. Im Laufe der Jahre hat sich der Umfang der Bände von anfangs 288 Seiten über 384 auf inzwischen 416 Seiten erhöht. Pro Band werden nun 130 bis 140 deutsch- und fremdsprachige Werke rezensiert. In den bislang 50 Bänden erschienen Besprechungen über insgesamt etwa 6000 Neuerscheinungen. Wurden anfangs ausschließlich Einzelrezensionen veröffentlicht, so erwies es sich im Laufe der Zeit als sinnvoll, neuere Forschungen zu bestimmten Gebieten und Problemen im Zusammenhang vorzustellen. Deswegen wurde 1978 die Rubrik "Vergleichende Bücherberichte" (jetzt: "Literaturberichte") eingeführt. Nach wie vor gilt, was Schischkoff 1949 schrieb: "Der Philosophische Literaturanzeiger steht allen Fachkreisen zur Mitarbeit offen ..." Rudolf Lüthe, Stephan Nachtsheim |