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Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographievereinigt mit Zentralblatt für Bibliothekswesen Herausgegeben von Klaus-Dieter Lehmann Band 45 (1998). XIV, 690 Seiten, DM 118.- Best.Nr. 2032-4
Aus dem Inhalt von Heft 5
Aufsätze Eberhard Pietzsch: Kostengünstige Digitalisierung eines ZettelkatalogesDie Universitätsbibliothek Heidelberg bietet als erste deutsche Universitätsbibliothek einen elektronischen Zugang zu ihrem Zettelkatalog. Dazu wurde der Alphabetische Katalog 1936 - 1985 digitalisiert. Seit Juni 1998 steht der DigiKat als Recherche- und Nachweisinstrument für Benutzer und Bibliothekare unter http://ub.uni-heidelberg.de/digikat im Internet zur Verfügung. Beim DigiKat handelt es sich um ein elektronisches Abbild des Zettelkataloges. Die kostengünstige Realisierung basiert auf der Übertragung der Ordnungsregeln des Papierkataloges auf das elektronische Abbild. Mit dem DigiKat wurde ein Nachweisinstrument geschaffen, in dem i.A. schneller und mit größerer Trefferausbeute als am Papierkatalog recherchiert werden kann. Peter Tigler/Jan Simane: Die Geschichte des Instituts ist die seiner Bibliothek: über die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz Das Kunsthistorische Institut in Florenz, eine der ältesten deutschen Forschungseinrichtungen im Ausland, feierte 1997 sein einhundertjähriges Bestehen. Von einer kleinen wissenschaftlichen Konsultationsstätte in den Privaträumen in Florenz am Ende des 19. Jahrhunderts lebender deutscher Kunstgelehrter und -kenner entwickelte es sich zu einem modernen Forschungsinstitut von Weltrang. Das Herzstück des Instituts bildet eine umfangreiche Spezialbibliothek mit Literatur zur italienischen Kunstgeschichte, die zu den besten auf diesem Forschungsgebiet zählt. Trotz bescheidener Anfänge und schwieriger Zeiten vor allem während der beiden Weltkriege erfreute sich das Kunsthistorische Institut der intensiven Förderung seitens zahlreicher Wissenschaftler und Gönner, die die Existenz in den ersten Jahrzehnten sicherten. 1970 wurde das Institut verstaatlicht und dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Forschung und Technologie zugewiesen. Seit seiner Gründung war es ein wichtiges Arbeits- und Begegnungszentrum für Gelehrte und Studierende aus der ganzen Welt. Daneben spielt es eine zentrale Rolle für die Kunstgeschichtsforschung in Florenz und Oberitalien und trägt entscheidend zum freundschaftlich-kollegialen Verhältnis italienischer und deutscher Kunstwissenschaftler bei. Dietmar Debes: Alte Bücher in Sachsen: zum Erscheinen der Bände "Sachsen" des Handbuchs der historischen Buchbestände Mit dem Erscheinen der Bände 17 und 18 des "Handbuchs der historischen Buchbestände" liegt erstmals auch für das Bundesland Sachsen eine umfassende Darstellung der hier historisch gewachsenen und bewahrten Büchersammlungen vor. Durch zwei Regionalredaktionen in Dresden und Leipzig sind 114 Bibliotheken mit Altbeständen in 44 Orten und einem Gesamtbestand von 1.631.360 Titeln (9.860 Inkunabeln, davon 2.019 noch nicht wieder zurückgeführt; 16. Jh.: 113.110 Titel; 17. Jh.: 234.200 Titel; 18. Jh.: 344.600 Titel; 19. Jh.: 929.600 Titel) erfaßt worden. Die vorliegende vergleichende Untersuchung mit dem "alten" Bundesland Baden-Württemberg (Bd. 7 - 9 des Handbuchs) ergibt hier bei der mehr als doppelten Größe des Landes und der Einwohnerzahl einen Bestand von 2.278.500 Titeln in 182 Bibliotheken in 73 Orten. An Bestandsgröße erreicht Sachsen also mit 71,6% des Betandes in Baden-Württemberg (Inkunabeln 51%, 16. Jh.: 85%, 17. Jh.: 116%, 18. Jh.: 88%, 19. Jh.: 60%) eine relativ größere Dichte des Altbestandes in, historisch bedingt, weniger Bibliotheken.
Bibliotheksrecht (Klaus Peters)
Buchbesprechungen Römer, Gerhard: Bücher, Stifter, Bibliotheken: Buchkultur zwischen Neckar und Bodensee (Alfred Estermann)Ewert, Gisela: Lehrbuch der Bibliotheksverwaltung (Heinz Marloth)
Ausgewählte Bibliographien und Nachschlagewerke Digitale Medien Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry auf CD-ROM (Ulrich Kämper)Printmedien Liäng, Zhijän: Wörterbuch des Bibliothekswesens: chinesisch-deutsch, deutsch-chinesisch (Cordula Gumbrecht)Calvo, Gabriel: Diccionario des biblioteconomia (Monika Linder) Die deutsche Literatur: biographisches und bibliographisches Lexikon / hrsg. von Hans-Gert Roloff. Reihe 4. Die deutsche Literatur zwischen 1720-1830 / Red.: Christinae Caemmerer. Abt. A, Bd.1, Lfg.1- 3. Autorenlexikon (Gottfried Rost) Historische Kataloge der Bayerischen Staatsbibliothek München / verzeichnet von Stephan Kellner und Annemarie Spethmann (Bernhard Tönnies) Die juristischen Handschriften der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. 1. Foliohandschriften / beschrieben Elke Matthes (Bernhard Tönnies) Inkunabelkatalog der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln / bearb. von Rudolf Ferdinand Lenz (Bernhard Tönnies) Die Handschriften der Stadtbibliothek Nürnberg. Bd. 4. Die lateinischen mittelalterlichen Handschriften / bearb. von Ingeborg Neske (Bernhard Tönnies) Übersetzte Literatur in deutschsprachigen Anthologien. Teilbd. 2 Anthologien mit russischen Dichtungen / unter Mitarb. von Christiane Hauschild und Heike Leupold hrsg. von Ulrike Jekusch (tr) Zelle, Carsten: Kurze Bücherkunde für Literaturwissenschaftler (tr) Ridi, Riccardo, und Alberto Petrucciani: Guida alle fonti di informazione della biblioteconomia (tr)
Berichte und Mitteilungen VdB-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main (Klaus Hilgemann/Lydia Jungnickel)VdDB-Mitgliederversammlung ... (Marianne Saule) Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg fördert die Neukatalogisierung der Codices Palatini germanici in der Universitätsbibliothek Heidelberg (Armin Schlechter) Der Wandel des universitären Lehr- und Lernkontextes durch Multimedia : Eindrücke und Folgerungen von der "Learntec 98" (Benno Homann) |