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Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographievereinigt mit Zentralblatt für Bibliothekswesen
Jahrgang 48 (2001). Seiten, € 64.- Best.Nr.
2035-6
Aus dem Inhalt von Heft 5
Editorial: Elisabeth Niggemann Haben Sie sich schon an das neue Äußere von ZfBB gewöhnt? Wie so oft gab es auch zum neuen Layout ganz unterschiedliche Stimmen von Kritik über Lob bis hin zu Begeisterung. Letztendlich lässt sich über Geschmack streiten, doch die Aufmerksamkeit, die dem Äußeren gewidmet wird, sollte sich auch auf das Innere erstrecken. Was interessiert uns alle ganz besonders? Neuigkeiten zu den Menschen, die in den Bibliotheken oder für die Bibliotheken arbeiten. Daher wird die Rubrik Personalmeldungen ausgebaut. Neben den weiterhin erscheinenden Daten der Geburtstage ab dem 60. Lebensjahr wollen wir Ihnen mitteilen, wo ein Direktorenwechsel stattgefunden hat, wer in welcher Position neu in einem Haus arbeitet, wo sich Zuständigkeiten verändert haben, wer sich aus dem aktiven Berufsleben in den Ruhestand verabschiedet hat. Wir möchten außerdem über Menschen berichten, die unsere Partner sind Kontaktpersonen aus den Agenturen, von Datenbankanbietern, aus Verlagen und Softwarefirmen. Diese Erweiterung der Personalmeldungen soll unabhängig von dem Zufallsprinzip sein. Zukünftig arbeitet Martina Leibold, Universitätsbibliothek Würzburg, im Herausgebergremium von ZfBB mit. Sie übernimmt die freie Stelle", die Marianne Saule nach ihrem Abschied aus dem Gremium hinterlassen hat. Frau Saule möchte ich an dieser Stelle meinen besonderen Dank für die engagierte und wertvolle Mitarbeit im Herausgebergremium aussprechen. Frau Leibold wird für den Bereich der Personalmeldungen zuständig sein. Eine solche Rubrik kann nur dann gut und mit interessanten Meldungen gefüllt sein, wenn Sie, die Leserinnen und Leser, uns mit den nötigen Informationen versorgen. Bitte senden Sie Hinweise über Stellenveränderungen an Frau Leibold unter der E-Mail-Adresse martina.leibold@gmx.de oder schreiben Sie an Martina Leibold (ZfBB), Gerbrunner Straße 24, 97236 Randersacker. Bereits in diesem Heft finden Sie mehr Personalmeldungen als bisher üblich war und ich hoffe, Sie mit diesem Schritt neugieriger auf die jeweils nächste Ausgabe von ZfBB zu machen.
Aufsätze Achim Bonte: Zweischichtige Hochschulbibliothekssysteme am Scheideweg: Das Beispiel Heidelberg Trotz knapper Finanzressourcen, gesetzgeberischer Initiativen und der Herausforderungen des Medienwandels für die Informations-Infrastruktur erweist sich das zweischichtige Bibliothekssystem auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts als außerordentlich zählebig. Wie seit Jahrzehnten dominieren vielerorts Kirchturmdenken, Inkonsequenz und Inflexibilität. Am Beispiel des Heidelberger Bibliothekssystems werden vor allem die gravierenden wirtschaftlichen Folgen des Reformstaus aufgezeigt. Gelingt es nicht, die traditionellen Strukturen innerhalb einer Universität zügig umzubauen, drohen wachsende Nachteile gegenüber moderneren Literaturversorgungssystemen, Interventionen von außen oder der finanzielle Zusammenbruch. Tilo Brandis: Benutzeranfragen: Umfang und Grenzen der Auskunftspflicht des Handschriftenbibliothekars Bei der Erörterung von Art, Umfang und Grenzen der Auskunftspflicht eines Handschriftenbibliothekars werden sieben Typen von üblicherweise an die Bibliothek gerichteten Anfragen mit Beispielen vorgeführt. Sie reichen von normalen Bestellungen über Bitten um Nachweis bisher nicht bekannter Textüberlieferungen bis zu extrem anspruchsvollen Fragen nach Lesehilfen oder der Abarbeitung langer Wunschlisten. Die Beantwortung von Benutzeranfragen im Handschriftenbereich erweist sich als vielschichtiger als die in Auskunftsstellen allgemeiner Bibliotheken, weil Handschriften nicht bibliographisch genormt nachzuweisen sind und die überwiegend internationale Benutzerschaft sich nicht leicht in die stets unterschiedlichen Aufbewahrungs- und Nachweismodalitäten einfindet. Die Auskunftspflichten gegenüber Handschriftenbenutzern werden in ein Muss", Kann" oder Nein" abgestuft und ein Darüberhinaus als Ehrenpflichten definiert. Guiseppe Vitiello: National libraries in the age of globalisation During the 16th General Conference of UNESCO held in 1970, national libraries were defined as depositories of all significant publications issued in the country, performing the functions of producing a national bibliography, compiling all sorts of catalogs, current and retrospective, holding a large and representative collection of foreign literature, and acting as a national bibliographical information center. This central role has been re-questioned in the 1980s, in the light of information technologies and library networking. The 1990s witnessed a boost of national libraries, in terms of physical premises and widened scope. The most distinctive economic, social and political factor in contemporary societies globalisation can expand even more their role and functions. This paper argues that the new mission of national libraries in the age of globalisation will consist in giving full voice to locally produced culture that, without substantial help from cultural institutions, would remain otherwise totally undiscovered. National libraries should act as clearing centers for national publications and serve as their electronic distribution centers, after previous agreements made with right owners and remuneration for authors.
Berichte DFG: Aus der Deutschen Forschungsgemeinschaft Aus dem VDB: Protokoll der Mitgliederversammlung vom 4. April 2001 in Bielefeld Standardisierungsarbeit für Bibliotheken: Konzept Der Deutschen Bibliothek (Renate Gömpel) Tecup: A European Experiment (Martina Lange-Rein) Strategien der Bestandserhaltung: Kooperation versus Einzelstrategie: Unterföhring 13. - 14. März 2001 (Helga Unger)
Aktuelles Offener Brief der 1. Vorsitzenden des Vereins Deutscher Bibliothekare: Zukunft der Bibliotheken" Bibliothek & Information International: Neues von BI-international IFLA: Website nun online! IFLA: Mitgliedschaft für Studenten
Personalia WÜRDIGUNGEN Zum Ausscheiden von Günter Baron aus dem Bibliotheksdienst (Antonius Jammers) Irmgard Spencker tritt in den Ruhestand (Elisabeth Niggemann) Wilhelm Totok zum 80. Geburtstag (Wolfgang Dittrich) MENSCHEN IN BIBLIOTHEKEN GEBURTSTAGE
Rezensionen PRINTMEDIEN Reichmann, Gerhard: Universitätsbibliotheken im Vergleich (Christian Schlögl) The English Novel 1770 1829: a bibliographical survey of prose fiction published in the British Isles (Bernhard Fabian) Klotz-Berendes, Bruno: Notfallvorsorge in Bibliotheken (Reinhard Feldmann) Frank, Lore: Stefan-George-Bibliographie 1976 1997 (Horst Gronemeyer) Buchwissenschaft und Buchwirkungsforschung: VIII. Leipziger Hochschultage für Medien und Kommunikation (Lothar Poethe) |