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Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie

vereinigt mit Zentralblatt für Bibliothekswesen

Herausgegeben von Elisabeth Niggemann  

Jahrgang 48 (2001).  Seiten, € 64.- Best.Nr. 2035-6
Ermäßigter Preis für die Mitglieder aller bibliothekarischen Fachverbände € 37.-
Die zurückliegenden Jahrgänge sind weitgehend lieferbar.

 

 

Aus dem Inhalt von Heft 6

Aufsätze

Susanne Dobratz / Hans Liegmann / Inka Tappenbeck: Langzeitarchivierung digitaler Dokumente

Strategien und technische Methoden zur Langzeiterhaltung digitaler Information werden zur Zeit intensiv diskutiert. Der Artikel beschreibt die zu lösenden Aufgaben unter dem Aspekt verfügbarer Standards und deren Anwendungskontext. Der zukünftige Handlungsbedarf wird auf der Grundlage existierender Standards, bereits gewonnener Erfahrungen und durchgeführter Projektarbeiten analysiert. Es werden Vorschläge für Aktivitäten gemacht, die das Aufgabengebiet "Langzeitarchivierung digitaler Dokumente" unter den in Deutschland gegebenen Bedingungen verteilter Aufgabenwahrnehmung in kooperativer Gestaltung mit Inhalt füllen könnten.

Magda Heiner-Freiling: DDC Deutsch 22

Es werden die Überlegungen im Zusammenhang mit der Einführung der Dewey-Dezimalklassifikation im deutschen Sprachraum dargestellt, wobei die künftige deutsche DDC-Ausgabe auf der Basis der 22. Auflage der Original-DDC im Mittelpunkt steht. Dringlich für eine deutsche Ausgabe sind neben Korrekturen und Expansionen für deutsche Sachverhalte, etwa im Bereich der geografischen Hilfstafel, die Schaffung eines deutschen Begriffsinventars für das Instrumentarium der DDC selbst und eine Integration der Terminologie der Schlagwortnormdatei, soweit das mit der Struktur einer Klassifikation vereinbar ist. Daneben kommt der über eine reine Übersetzung hinausgehende Anpassung der Beispiele und Registereinträge der DDC an die Suchgewohnheiten deutschsprachiger Benutzer eine erhebliche Bedeutung zu.

Abby Smith: Digital collection development

The Digital Library Federation (DLF), a program of the Council on Library and Information Resources (CLIR), comprising over 25 research libraries in the United States, is looking at strategies for developing sustainable and scalable digital library collections. We are surveying the practices of our member libraries and will issue reports on our findings in the summer of 2001.

In the United States, we are developing collections in three ways: 1) acquiring or licensing from third parties, 2) creating resources from the Web, so-called free resources, 3) creating digital representations of our holdings. The essay presents some preliminary findings, and focus on the latter¾ digitized collections¾ primarily because it brings into focus the general challenge research libraries face in defining their proper roles and responsibilities in the networked environment. It also reflects on emerging trends and issues in the larger research community that are affecting libraries. While it is said often that the Americans are leading in digital library development in many areas, from the vantage point of my compatriots it often feels as if we are simply the first to learn¾ the hard way¾ what does and does not work. The essay mentions not only the successes we have created, but also the failures. It is often the latter that are more instructive, if more painful, to share with colleagues.

 

Bibliotheksrecht

Bericht für die Zeit vom 01.03.2001 bis 31.08.2001 (Klaus Peters)

 

Berichte

Bericht von der IFLA-Konferenz 2001 in Boston, USA (Claudia Lux)

 

Aktuelles

Offener Brief des Vorsitzenden des Forum Zeitschriften „Zur Lage der deutschen Bibliotheken"

Online-Leihverkehr jetzt auch für öffentliche Bibliotheken in Bayern

Neuer Name für die Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen der FH Köln

Web-Portal der bayerischen FH-Bibliotheken eröffnet

Personalia

WÜRDIGUNGEN

Ekkehard Oehmig zum 60. Geburtstag (Jürgen Heeg)

MENSCHEN IN BIBLIOTHEKEN

GEBURTSTAGE

ABSCHLÜSSE

Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Bibliothekswissenschaft

 

Rezensionen

DIGITALE MEDIEN

Lexikon des Mittelalters : CD-ROM-Ausgabe (Klaus Graf)

PRINTMEDIEN

Carroll, John M.: Making use (Frank Thissen)

Klotzbücher, Alois: Bibliothekspolitik in Nordrhein-Westfalen (Peter Vodosek)

Wettlauf mit der Zeit (Stephanie Klötgen)

Die Handschriften der Universitätsbibliothek Augsburg (Bernhard Tönnies)

Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München (Bernhard Tönnies)

Die mittelalterlichen Handschriften der Universitätsbibliothek Eichstätt (Bernhard Tönnies)

Katalog der Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig (Bernhard Tönnies)

Die mittelalterlichen nichtliturgischen Handschriften des Zisterzienserklosters Salem (Bernhard Tönnies)

 

 

Offener Brief des Vorsitzenden des Forum Zeitschriften
„Zur Lage der deutschen Bibliotheken"an die bildungspolitischen Sprecher der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vom 07.08.2001

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns an Sie in einer Angelegenheit, die uns zutiefst besorgt:

Der Wissenschaftsstandort Deutschland verliert im internationalen Vergleich

Sie kennen sicherlich aus Ihrer politischen Arbeit die bedrohliche Situation vieler Hochschul- und Landesbibliotheken. Diese hat viele Gründe. Zu nennen ist insbesondere die Stagnation der Erwerbungsetats bei gleichzeitig steigenden Kosten für die Literaturbeschaffung.

Dies führt dazu, dass die Bibliotheken nicht nur in immer grösserem Umfang Zeitschriften und Monographien abbestellen müssen, sondern auch die Versorgung mit Datenbanken und Online-Angeboten nebst der notwendigen Hardware auf der Strecke bleibt.

Diese Entwicklung führt zu einer nachhaltigen Schwächung des Wissenschaftsstandortes Deutschland. Diesen Befund unterstreicht die Tatsache, dass immer mehr junge Wissenschaftler aus Deutschland in die USA abwandern.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Herr Olaf Zimmermann, forderte anlässlich einer Pressekonferenz im Januar eine bessere finanzielle Ausstattung der Bibliotheken, um die größten Lücken bei dem Bezug von wissenschaftlichen Zeitschriften zu schließen. «Der Bund», so Zimmermann, «müsse sich jetzt seiner Verantwortung stellen.»

Das FORUM ZEITSCHRIFTEN, die deutschsprachige Zeitschriften-Interessengemeinschaft der Bibliotheken, des Handels, der Verlage und der Wissenschaft, startete anlässlich des Bibliothekartages in Leipzig eine Unterschriften-Aktion und überreichte dem Leiter des Sekretariats der Kultusministerkonferenz, Herrn Prof. Dr. Thies, in Bonn Ende April ein Paket mit rund 6.000 Unterschriften. Die Unterzeichner appellieren an die Entscheidungsträger in der Politik, sich der besorgniserregenden Entwicklung endlich anzunehmen.

In unserer Wahrnehmung überwiegt der Eindruck, dass diese Appelle ungehört geblieben sind. Wir möchten Sie als die bildungspolitischen Sprecher der im Bundestag vertretenen Parteien auffordern, tätig zu werden bzw. die Position Ihrer Partei in dieser Frage klarzustellen.

Wir möchten Ihnen dazu Gelegenheit bieten und Sie zu einer Veranstaltung des FORUM ZEITSCHRIFTEN auf der Frankfurter Buchmesse herzlich einladen. Die Veranstaltung findet am 12. Oktober um 10 Uhr auf dem Messegelände (Raum Entente, Halle 4.C) statt.

Sehr geehrte Damen und Herren, bitte lassen Sie uns baldmöglichst wissen, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Walravens

Vorsitzender FORUM ZEITSCHRIFTEN