ZeitsprüngeForschungen zur Frühen Neuzeit Band 11 (2007). In zwei Doppelheften. VIII, 504 Seiten. € 65.Heft 3/4: Ingrid Baumgärtner, Claudia Brinker-von der Heyde, Andreas Gardt, Franziska Sick (Hrsg.):
Nation - Europa - Welt Identitätsentwürfe vom Mittelalter bis 1800 2007. IV, 230 Seiten. Kt € 32.- Diskussion über Herleitung und Bestimmung der eigenen Identität durchzieht die Geschichte Europas und seiner Nationalstaaten. In dem interdisziplinär ausgerichteten Band werden Identitätsentwürfe in verschiedenen Räumen vom Mittelalter bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert untersucht. Orientierungspunkte sind die Begriffe Nation, Europa und Welt, die in der Moderne allgegenwärtig sind: Sie prägen die politische Debatte (christliches Europa, orbis terrarum, Kulturnation, Sprachnation), klassifizieren die Literatur (Nationalliteratur vs. Weltliteratur) und kategorisieren die Sprache (Nationalsprache vs. Lingua franca). Mit ihnen werden Gemeinschaften benannt, Abgrenzungen gegen Fremdes vorgenommen und politische, ethnische, sprachliche, literarische und religiöse Identitäten entworfen. Die Analyse dieser Zusammenhänge im vorliegenden Sammelband richtet sich auf ausgewählte, grundlegende Fragen der methodischen Annäherung an das Thema, der Formen von Identität im Mittelalter, der Konstruktionen von Identität in der Frühen Neuzeit sowie auf die Diskussion wichtiger Leitbegriffe und deren Wahrnehmung.
Inhalt Claudia Brinker-von der Heyde / Andreas Gardt: Einleitung
Reflexionen und Perspektiven: Politik, Mentalität, Sprache Olaf Asbach Fritz Hermanns Jürgen Trabant
Formen von Identität im Mittelalter Volker Scior Folker Reichert Hartmut Kugler
Identitätskonstruktionen in der Frühen Neuzeit Kirsten Mahlke Jürgen Schiewe Renate Dürr
Nation und Europa – Begriffsbildung und Wahrnehmung Klaus Garber Peter
Hanenberg Andreas Gardt Ingrid Baumgärtner / Franziska Sick
|