Gelehrte Polemik


Gelehrte Polemik

Intellektuelle Konfliktverschärfungen um 1700

Herausgegeben von Kai Bremer und Carlos Spoerhase
2011. IV, 330 Seiten. kt € 40.-
ISBN 978-3-465-04129-0
Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit Band 15, Heft 2/3


Der Topos vom Krieg in der Gelehrtenrepublik ist im 17. und 18. Jahrhundert im akademischen Diskurs allgegenwärtig. Dieses Themenheft versteht diesen Topos nicht allein als rhetorisches Ornament, sondern rekonstruiert Polemik als einen spezifischen gelehrten Kommunikationsmodus und als ein wesentliches intellektuelles Reflexionsmedium, die für die res publica literaria dieser Epoche prägend war. Die Anlage des Themenheftes ist dabei, dem Gegenstand entsprechend, interdisziplinär. Zugleich schlägt es die Brücke zur internationalen historischen Kontroversenforschung, indem es neben zahlreichen Publikationen einschlägiger deutscher Polemikforscher zwei viel diskutierte, hier erstmals ins Deutsche übersetzte Studien von Marcelo Dascal und Joseph Levine präsentiert.

 

Aus dem Inhalt

J. M. Levine: Streit in der Gelehrtenrepublik

M. Dascal: Kontroversen und Polemiken in der frühneuzeitlichen Wissenschaft

M. Füssel: Die Gelehrtenrepublik im Kriegszustand

C. Hirschi: Piraten der Gelehrtenrepublik. Die Norm des sachlichen Streits und ihre polemische Funktion

K. Vanek: Antihumanistische Polemik in Lobschriften auf das Hebräische

L. Danneberg: Judex controversiarum theologicarum. Modelle der Schlichtung von Interpretationskonflikten

I. Berensmeyer: Margaret Cavendish und die Selbstinszenierung weiblicher Autorität im 17. Jahrhundert

S. Baumbach: Das Elysium als Austragungsort gelehrter Polemik in George Lyttletons "Dialogues of the Dead" (1760-1765

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