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Nachbemerkung

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      Aus dem Maschinenraum. Von links nach rechts: Markus Duchscherer, Erik Hock, Marion Juhas, Anastasia Urban, Thomas Gras, Martin Warny, Rudi Deuble (unser Reise-Held), Peter Trawny © privat
       

Die Kernaufgabe eines Verlags ist unabhängig von dem Medium, in dem die Publikation erfolgen soll. Ein wissenschaftlicher Verlag muss an den Universitäten, d.h. dort, wo seine potentiellen Autoren lehren und arbeiten, nach interessanten Ansätzen Ausschau halten, und er muss aus der Masse dessen, was ihm unverlangt zur Prüfung zugeschickt wird, eine Auswahl treffen. Dass dabei ein qualitativ wertvolles Programm entsteht, dazu bedarf es guter Berater und Herausgeber und auch einer gewissen Fortune. Während die Berater im Verborgenen wirken können, müssen die Herausgeber von Reihen und Zeitschriften immer wieder auch ihre Entscheidungen gegenüber den Autoren rechtfertigen. Ohne ihre engagierte Tätigkeit könnte kein Wissenschaftsverlag bestehen. Ihnen möchte ich an erster Stelle danken. Gleich darauf aber auch den Autoren, denn sie sind es, die die Produkte mühevoller und oft jahrelanger Arbeit dem Verlag zur Vervielfältigung und Verbreitung anvertraut haben.

Siegfried Blasche hat in dem vorangestellten Abriss der Verlagsgeschichte Friedrich Georg Jünger zitiert, der den Verlag als "Ein-Mann-Verlag" charakterisierte. Jünger erkannte darin an, dass es Vittorio Klostermann gelungen war, ein Programm mit unverwechselbarem Gesicht aufzubauen. Nach dem Tod unseres Vaters im Jahre 1977 wurde die verlegerische Arbeit von meinem Bruder Michael – bis zu dessen frühem Tod im Jahr 1992 – und mir gemeinsam betreut. Das Programm des Vaters, vor allem aber sein Blick für Qualität, war uns Ansporn und Ziel. Wir haben die Verlagsarbeit jedoch auf die Kerngebiete Philosophie, Rechtsgeschichte, Literaturwissenschaft, Bibliographie und Bibliothekswesen konzentrieren müssen. Dies war ein notwendiger Tribut an die Spezialisierung, die auch in den Wissenschaften immer stärker vorangeschritten ist. Nichtsdestotrotz bringt der Verlag in allen seinen Arbeitsgebieten Werke heraus, die sich fachübergreifend der gesamten geistigen Tradition öffnen. 

Das Diktum vom "Ein-Mann-Verlag" war nicht wörtlich zu verstehen. Ohne die Sachkunde und das Engagement der Mitarbeiter wäre die schönste verlegerische Idee nicht umzusetzen. Die Leistung der Mitarbeiter ist aber nach außen nicht immer so sichtbar wie die Arbeit des Verlegers. Darum möchte ich an dieser Stelle einer Reihe von früheren Mitarbeitern danken, die über viele Jahre die Geschicke des Verlags mitbestimmt haben:
— Gertrud Walter (von 1958 bis 1998)
— Edith Amend (von 1959 bis 1990)
— Barbara Drüke (von 1980 bis 1999)
— Gabriele Diehl-Krysiak (von 1990 bis 2018).

Und nicht zuletzt danke ich den Mitarbeitern, die heute die Verlagsarbeit leisten:
— Markus Duchscherer (Vertriebsleitung, seit 1999)
— Thomas Gras-ten Thije (Buchhaltung, seit 1990)
— Friederike Härtling (Assistenz des Verlegers und Presse, seit 1995)
— Erik Hock (Auslieferung der Fortsetzungswerke, seit 2018)
— Marion Juhas (Betreuung Zeitschriftenredaktionen und Herstellung, seit 2013)
— Peter Trawny (Lektorat, seit 2016)
— Daniela Unterwieser (Betreuung Zeitschriftenredaktionen und Auslandslizenzen, seit 2012)
— Anastasia Urban (Herstellung und Verlagsleitung, seit 1990)
— Martin Warny (Werbung und Lektorat, seit 1996).

Vittorio E. Klostermann (12. Januar 2019)

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