Technik in der Frühen Neuzeit


Technik in der Frühen Neuzeit

Schrittmacher der europäischen Moderne

Herausgegeben von Gisela Engel und Nicole C Karafyllis
2001. IV, 248 Seiten. kt € 32,00
ISBN 978-3-465-03341-7
Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit, Band 8 (2004), Heft 3/4


Die Beitragenden gelangen zu durchaus kritischen Einsichten gegenüber landläufigen Technikdeutungen, wie z. B., daß Technik angewandte Naturwissenschaft sei oder daß Technik immer im Sinne von Nutzen und Fortschritt zu denken war oder daß es überhaupt Sinn macht, von "der Technik" zu sprechen. Technik war auch ein Ausprobieren, ein Spielen, ein Reproduzieren dessen, was möglich ist. Technik war und ist Schrittmacher und Hemmschuh der europäischen Moderne, und sie ist in dieser Interpretation gleichzeitig ein Kind der Moderne, weil sie die Interpretation von Technik als dem kategorial "Anderen" (zu Natur, zu Gesellschaft u. a.) stets mit sich führt. Dies herausgearbeitet zu haben, ist eine der Hauptleistungen der Autorinnen und Autoren des Bandes.

Der Band stellt einen erneuten Versuch dar, einer Thematik nachzugehen, die am Frankfurter Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit (ZFN) unter dem Generalthema "Europa gestalten" verfolgt wird: Wie sind unter der Perspektive des europäischen Einigungsprozesses, in der Neuorientierung auf ein nach-nationalstaatliches Europa die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Formierungsprozesse dessen, was wir unter "Europa" zu denken gewohnt sind, von neuem zu überdenken? Auch die Technik als spezifisch menschliche Kulturleistung spielt in der Erklärung des Modernisierungsprozesses eine tragende Rolle und muß mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen von "Maschinen", "Technologien", "Medien", "Kunstfertigkeiten" und "Handwerk" etc. einer historisch-kritischen Reflexion unterzogen werden.

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