Perler, Dominik: Theorien der Intentionalität im Mittelalter

3., unveränderte Auflage 2020. XXII, 436 Seiten. Kt 32,00 €
ISBN 978-3-465-04521-2
Klostermann Rote Reihe Band 3


Die Intentionalitätsproblematik steht nicht nur im Mittelpunkt der heutigen philosophischen und kognitionstheoretischen Debatten. Sie wurde bereits im Mittelalter scharfsinnig diskutiert, ja die scholastischen Autoren prägten als Erste die Fachausdrücke "Intentionalität" und "intentionale Existenz" und entwarfen verschiedene Modelle, um das Rätsel der kognitiven Bezugnahme zu lösen. Dieses Buch stellt fünf einflußreiche Intentionalitätsmodelle vor, die im 13. und 14. Jahrhundert entstanden sind. Dabei werden so unterschiedliche Autoren wie Thomas von Aquin, Petrus Johannes Olivi, Dietrich von Freiberg, Johannes Duns Scotus, Petrus Aureoli, Hervaeus Natalis, Wilhelm von Ockham und Adam Wodeham berücksichtigt.

"Die anschauliche und präzise Art, in der Perler mit den Denkern des Mittelalters und der Gegenwart argumentierend spricht, lockert seine gestrenge Gedankenarbeit auf, ohne darüber hinwegzutäuschen, daß dieses Buch eine Reihe von Entdeckungen und Klärungen enthält, wie sie auf diesem schwierigen Feld selten vorkommen. Selbst bekannte Philosopheme des Thomas von Aquino oder des Duns Scotus treten in ein neues Licht, weil Perler sie einfügt in die Diskussionen ihrer Zeit und zugleich in die des 20. Jahrhunderts. [...] Der Verfasser hat mit sicherem Griff die Textbasis seiner Untersuchung eingeschränkt. Er benutzt einen Text, der nur handschriftlich überliefert ist; er blickt immer wieder in die Werke kleinerer Autoren; er kennt Scotisten und Ockham-Schüler, aber er verliert sich nie im Uferlosen. Er bietet eine Meisterleistung an Konzentration und Darstellungskunst [...]. Wenige Bücher zur Philosophie des Mittelalters vereinen so glücklich wie dieses geschichtlichen Takt und Problemsinn." Kurt Flasch

 

The problem of intentionality is not only at the centre of today's philosophical and cognitive theory debates. It was already discussed astutely in the Middle Ages; indeed the scholastic authors were the first to coin the technical terms "intentionality" and "intentional existence" and designed various models to solve the riddle of cognitive reference. This book presents five influential models of intentionality that emerged in the 13th and 14th centuries. It takes into account authors as different as Thomas Aquinas, Petrus Johannes Olivi, Dietrich von Freiberg, Johannes Duns Scotus, Petrus Aureoli, Hervaeus Natalis, Wilhelm von Ockham and Adam Wodeham. This boo "contains a wealth of discoveries and clarifications that are rare in this difficult field. Even well-known philosophical works by Thomas Aquino or Duns Scotus appear in a new light, because Perler inserts them into the discussions of their time and at the same time into those of the 20th century. [...] The author has wisely limited the textual basis of his investigation. He uses a text that has only been handed down in handwriting; he repeatedly looks into the works of smaller authors; he knows Scotists and Ockham students, but he never loses himself in the boundless. He offers a masterly performance of concentration and art of representation [...]. Few books on medieval philosophy succeed so thoroughly in uniting historical and philosophical perspicacity such as this one". Kurt Flasch

 

32,00
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