Jünger-Debatte Band 4

Die Idee des Autobiografischen
Hrsg. von Thomas Bantle, Alexander Pschera und Peter Trawny
2021. 208 Seiten. Kt 48,00 €
ISBN 978-3-465-04554-0
(Publikationsorgan der Ernst und Friedrich Georg Jünger Gesellschaft e.V.)


Ernst Jüngers Schreiben ist stark von der Idee des Autobiografischen beeinflusst. Das eigene Leben ist der Stoff, aus dem viele seiner Texte gewoben sind. Das gilt nicht nur für die Tagebücher, sondern auch für viele Prosaarbeiten und auch Essays des Autors. Diese Nähe zwischen Leben und Literatur hat zwangsläufig dazu geführt, dass Jüngers Texte vor allem als künstlerische Ausgestaltungen der eigenen Erfahrungen gelesen und gedeutet wurden. Doch zeigen die Beiträge dieses Bandes (unter anderem von Wolfgang Riedel, Helmuth Kiesel und Volker Weiss) immer wieder auch Momente der Fiktionalisierung und der Entfremdung in den autobiografischen Texten Jüngers auf. Die "Jünger-Debatte 4" untersucht das komplexe Spannungsfeld von Leben und Literatur im Schreiben der Brüder Jünger. Im Zentrum  steht dabei die erstmalige Edition von Ernst Jüngers "Geheimem Tagebuch", das er zwischen 1927 und 1986 geführt hat. Die Einträge offenbaren viele unbekannte Seiten von Jüngers Persönlichkeit.

Ernst Jünger's writing is strongly influenced by the idea of the autobiographical. His own life is the material from which many of his texts are woven. This applies not only to his diaries, but also to many of the author's prose works and essays. This proximity between life and literature has inevitably led to Jünger's texts being read and interpreted primarily as artistic expressions of his own experiences. Yet the contributions in this volume (by Wolfgang Riedel, Helmuth Kiesel, Volker Weiss, and others) also repeatedly reveal moments of fictionalization and alienation in Jünger's autobiographical texts. The "Jünger-Debatte 4" examines the complex tension between life and literature in the writing of the Jünger brothers. The salient feature of this volume is the first edition of Ernst Jünger's "Secret Diary", which he kept between 1927 and 1986 and which reveals many hitherto unknown facets of Jünger's personality.  


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