Hrsg. und eingeleitet von Brigitte Falkenburg
2025. 250 Seiten. Kt 24,80 €
ISBN 978-3-465-04679-0
Klostermann Rote Reihe 167
Auch als
erhältlich
„Wenn man wie der Verfasser jahrelang in den Bahnen des deutschen Idealismus gedacht hat, so will man wissen, wie es mit dem Verhältnis von Theorie und praktischem Verhalten im Allgemeinen steht. Hierüber geben die modernen, instrumentalistischen Versionen des Empirismus keine befriedigende Auskunft. Worauf geht die Erkenntnis letzten Endes aus? Hat sie ihr eigenes Ziel und im Verhältnis dazu ihre eigene Gültigkeit? Oder ist ihr Ziel bestenfalls eine Setzung praktischer Vernunft, schlimmstenfalls das Rätsel eines blinden Lebensschicksals? Wenn man es nicht vorzieht, diese Fragen durch einen hinlänglich reduzierten Begriff von Philosophie überflüssig zu machen, so kann man sich für sie im Umkreis des Pragmatismus keinen besseren Rat holen als bei Peirce.“
Hans Friedrich Fulda arbeitet in seiner Habilitationsschrift von 1969 die Erkenntnislogik des späten Peirce heraus. Dabei grenzt er sich scharf gegen instrumentalistisch geprägte und transzendentallogische Peirce-Deutungen ab, wie sie Habermas und Apel vertraten. Die Schrift wird hier erstmals publiziert, ergänzt durch die beiden einzigen Aufsätze, in denen Fulda auf Peirce zurückkam, und eine Einführung der Herausgeberin.
"If, like the author, you have been thinking along the lines of German idealism for years, you want to know what the relationship between theory and practical behaviour is like in general. The modern, instrumentalist versions of empiricism do not provide any satisfactory information on this. What is the ultimate goal of knowledge? Does it have its own goal and, in relation to this, its own validity? Or is its goal at best a positing of practical reason, at worst the riddle of a blind destiny? If one does not prefer to make these questions superfluous by means of a sufficiently reduced concept of philosophy, then one can get no better advice for them in the environs of pragmatism than from Peirce."
In his 1969 habilitation thesis, Hans Friedrich Fulda analyses the epistemological logic of late Peirce. In doing so, he sharply distinguishes his own take on Peirce from instrumentalist and transcendental-logical interpretations of Peirce, such as those advocated by Habermas and Apel. The essay is published here for the first time, supplemented by the only two essays in which Fulda returned to Peirce, and an introduction by the editor.
