Rabe, Mirjam: Signum des Lebendigen

Verletzlichkeit, Würde, Leistungsfähigkeit im Diskurs zu Inklusion
2025. 384 Seiten. Kt 69,00 €
ISBN 978-3-465-04681-3
Klostermann Weiße Reihe 18

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Seit Deutschland im Jahre 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert hat, gab es in der Gesellschaft viel Zuspruch für die Ziele der Inklusion. Zugleich stagniert deren Umsetzung vielerorts, insbesondere im Kontext von Bildung und sozialer Teilhabe. Das an der Schnittstelle von Philosophie und Inklusionsforschung verortete Buch von Mirjam Rabe weist nach, dass immaterielle Strukturen, die den Zielen der Inklusion im Wege stehen, auch einem Sprechen und Schreiben über Inklusion, das diese affirmativ beschreibt, inhärent sein können.

Sprachliche Feinanalysen höchst unterschiedlicher Texte zeigen die Verwobenheit scheinbar unverbundener Diskurse auf und führen schließlich zu grundsätzlichen, die Disziplingrenzen transzendierenden Fragen: Wie kann das Menschliche ohne Bezug auf Fähigkeiten oder Eigenschaften bestimmt werden? Wie verändert sich das Denken der Inklusion sowie ‚der Menschen‘ im Allgemeinen, wenn Verletzlichkeit als Signum alles Lebendigen anerkannt wird? Was bedeutet es, die Evidenz einer konkreten Beziehungserfahrung in der Theoriebildung zu berücksichtigen? Ziel der Reflexionen ist es, Trennlinien zwischen ‚wir‘ und ‚die‘, zwischen ‚gesund‘ und ‚krank‘ zu benennen, zu öffnen und zu transformieren.


Ever since Germany ratified the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities in 2009, there has been a great deal of support in society for the goals of inclusion. At the same time, their implementation has frequently stagnated, particularly in the context of education and social participation. This work, located at the interface of philosophy and inclusion research, demonstrates that immaterial structures that stand in the way of the goals of inclusion can also be inherent in speaking and writing about inclusion that describes it affirmatively.

Detailed linguistic analyses of very diverse texts reveal the interconnectedness of seemingly unconnected discourses and ultimately lead to fundamental questions that transcend disciplinary boundaries: How can the human be defined without reference to abilities or characteristics? How does thinking about inclusion and ‘people’ in general change when vulnerability is recognized as a sign of all living things? What does it mean to consider the evidence of a concrete relational experience in theory building? The aim of the reflections is to name, open up and transform the dividing lines between ‘us’ and ‘them’, between ‘healthy’ and ‘sick


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