Jünger Debatte Band 8

"Alles, was nicht auf einen neuen Krieg hinzielt, interessiert uns nicht"
Texte und Dokumente zum Arbeiter
Hrsg. von Albert C. Eibl, Alexander Pschera und Peter Trawny
2025. 166 Seiten. Kt 48,00 €
ISBN 978-3-465-04684-4


Ernst Jüngers Der Arbeiter ist bis heute ein viel diskutierter, schillernder Text, dessen philosophische Ausrichtung ebenso mehrschichtig ist wie seine Einordnung in die ideengeschichtliche Situation. Der Großessay lässt sich als eine meta-historische Analyse ebenso lesen wie als eine konkrete Einlassung in die politische Dynamik der 1930er Jahre. Der neue Band der Jünger Debatte bietet umfangreiches, bisher weithin unveröffentlichtes Archiv- und Quellenmaterial, das neues Licht auf Jüngers Text und seine biographische Verankerung wirft.

Der erste Teil des Bandes enthält eine Umschrift des dritten Heftes der Notizen, die Ernst Jünger zum Arbeiter verfasst hat. Im zweiten Teil kommen zum großen Teil unveröffentlichte politische Briefe Jüngers aus den Jahren 1929 bis 1945 in einer kommentierten Edition zur Veröffentlichung. Der Briefwechsel folgt der Spur von Jüngers politischer Radikalität, die sich im Arbeiter theoretisch konkretisiert. Sie lässt sich bis weit in die 1930er-Jahre hinein verfolgen und geht insofern über den Nationalsozialismus hinaus, als Jünger, so lässt sich an der Korrespondenz ablesen, diesen nur als eine Vorstufe der „wirklichen“ Revolution interpretiert.


Ernst Jünger's Der Arbeiter remains a much-discussed and still enigmatic text whose philosophical orientation is as multi-layered as its classification in the history of ideas. It can be read as a meta-historical analysis as well as a concrete statement on the political dynamics of the 1930s. The new volume of Jünger Debatte offers extensive, largely unpublished archive and source material that sheds new light on Jünger's text and its biographical roots.

The first part of the volume contains a transcription of the third notebook of notes that Ernst Jünger wrote on Der Arbeiter. The second part contains a largely unpublished collection of Jünger's political letters from 1929 to 1945 in an annotated edition. The correspondence outlines Jünger's political radicalism, which is rendered theoretically explicit in Der Arbeiter. It can be traced back to the 1930s and goes beyond National Socialism insofar as Jünger, as can be seen from the correspondence, interprets NS only as a preliminary stage of the ‘real’ revolution.


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