Hösle, Vittorio: Reid, Kant und die Geschichte der Erkenntnistheorie

2025. 464 Seiten. Kt 49,00 €
​ISBN 978-3-465-04705-6

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In den 1780er Jahren erschienen zwei ambitionierte Grundlegungen der Erkenntnistheorie (und später der Ethik), die beide auf die skeptische Herausforderung David Humes reagieren – diejenigen des Schotten Thomas Reid (1710–1786) bzw. Immanuel Kants (1724–1804). Reid hat Kant nie zur Kenntnis genommen, Kant sich nur einmal abschätzig zu seinem Konkurrenten geäußert, der auf die spätere Entwicklung der angelsächsischen Erkenntnistheorie einen Einfluss ausübte, der dem Kants auf die deutsche Tradition nicht nachstand. 

Dieses Buch bietet den ersten umfassenden Vergleich beider Erkenntnistheorien – ihrer unterschiedlichen Positionen zu Realismus und Idealismus, ihrer philosophischen Grundlegungen der Mathematik, ihrer Theorien der Erkenntnisvermögen, ihrer Rechtfertigungen erster Prinzipien und ihrer metaethischen Grundannahmen. Das alles wird eingebettet in eine knappe Darlegung der Grundprobleme der Erkenntnistheorie sowie eine ausführliche Geschichte der Disziplin von Heraklit bis Kant, die Parallelen zwischen den einzelnen Epochen ebenso herausstellt wie die Unterschiede, etwa diejenigen, die sich aufgrund der Differenzen zwischen der ersten und der zweiten wissenschaftlichen Revolution ergeben. Das Buch macht mit allen wichtigen erkenntnistheoretischen Argumenten von den Vorsokratikern bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bekannt und unterwirft sie einer kritischen Prüfung.


In the 1780s, two ambitious foundational works on epistemology (and later ethics) appeared, both of which responded to David Hume's sceptical challenge – those of the Scotsman Thomas Reid (1710–1786) and Immanuel Kant (1724–1804). Reid never took any notice of Kant, Kant only once made disparaging remarks about his competitor, who exerted an influence on the later development of Anglo-Saxon epistemology that was every bit as significant as Kant's influence on the German tradition.

This book offers the first comprehensive comparison of the two epistemologies – their different positions on realism and idealism, their philosophical foundations of mathematics, their theories of the faculties of knowledge, their justifications of first principles and their basic metaethical assumptions. All of this is embedded in a concise presentation of the basic problems of epistemology as well as a detailed history of the discipline from Heraclitus to Kant, which emphasises the parallels between the individual epochs as well as the differences, such as those arising from the deviations between the first and second scientific revolutions. The book introduces all the important epistemological arguments from the pre-Socratics to the end of the 18th century and subjects them to a critical examination.


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