Historisch-kritische Edition
Hrsg. von Kaltërina Latifi
2020. 176 Seiten. Kt 38,00 €
ISBN 978-3-465-04716-2
edition Text 12
Die renommierte Editorin Kaltërina Latifi legt die historisch-kritische Edition der Jean Paul’schen Vorrede zu E.T.A. Hoffmanns Fantasiestücke in Callot’s Manier vor. Dass Jean Paul das 1814 erschienene erste größere Werk Hoffmanns mit einer Vorrede versah, ging auf einen Vorschlag des Bamberger Verlegers Carl Friedrich Kunz, der mit beiden bekannt war, zurück. Ihm gelang es, die Einführung Hoffmanns auf dem Buchmarkt mithilfe des renommierten Jean Paul aus dem nahe gelegenen Bayreuth auch gegen die anfänglichen Vorbehalte beider Schriftsteller durchzusetzen. Die Vorrede selbst besteht zum größten Teil aus einer – auf das Jahr 1823 datierten – fiktiven Rezension des Hoffmann’schen Werks für die „Jenaische Allgemeine Literaturzeitung“.
Kaltërina Latifi präsentiert uns den Jean Paul’schen Text in seinen verschiedenen Varianten mit philologischer Akribie. Die genauen Zusammenhänge der Entstehungsgeschichte und der Bekanntschaft zwischen Hoffmann und Jean Paul werden von Latifi in einem Anhang erläutert, der auch einige Dokumente aus diesem Zusammenhang faksimiliert und transkribiert wiedergibt.
The renowned editor Kaltërina Latifi presents the historical-critical edition of Jean Paul's preface to E.T.A. Hoffmann's Fantasiestücke in Callot's Manier. The fact that Jean Paul added a preface to Hoffmann's first major work, published in 1814, was the result of a suggestion by the Bamberg publisher Carl Friedrich Kunz, who was acquainted with both of them. With the help of the renowned Jean Paul from nearby Bayreuth, he managed to push through Hoffmann's introduction to the book market, despite the initial reservations of both writers. The preface itself consists largely of a fictitious review of Hoffmann's work - dated 1823 - for the “Jenaische Allgemeine Literaturzeitung”.
Kaltërina Latifi presents Jean Paul's text in its various versions with philological meticulousness. Latifi explains the precise context of the genesis and the acquaintance between Hoffmann and Jean Paul in an appendix, which also reproduces some documents from this context in facsimile and transcription.