Schnell, Alexander: Deleuze und die Phänomenologie

Eine Auslegung von Logik des Sinns
2026. 214 Seiten. Kt 29,80 €
ISBN 978-3-465-04738-4
​Klostermann Rote Reihe 169

Auch als kloster_ebook_symbol_40pix.jpg erhältlich
 

Logik des Sinns (1969) gilt als jenes Werk, in dem Deleuze sich am tiefgreifendsten mit der Phänomenologie auseinandersetzt. Während die Forschung bisher vor allem seine kritische Distanz zu Husserl und Heidegger betont hat, zeigt sich bei näherem Hinsehen, dass Deleuzes Denken auf überraschende Weise mit den Entwicklungen der französischen Phänomenologie seit den 1960er Jahren verflochten ist.

Dieses Buch unternimmt es, Deleuzes vielschichtigen und schwer zugänglichen Text zu entschlüsseln und in seinen historischen und begrifflichen Kontext einzuordnen. Dabei wird sichtbar, dass Logik des Sinns ähnliche intellektuelle Strömungen aufgreift wie die phänomenologische Bewegung nach Sartre und Merleau-Ponty. Die Studie verfolgt diese Spuren und rekonstruiert Deleuzes frühe Philosophie des Sinns und des Ereignisses im Lichte jener Entwicklungen, die die Phänomenologie selbst in eine neue Phase führten. So entsteht ein unerwartetes Bild: Deleuze erscheint nicht als Gegner, sondern als möglicher Mitstreiter einer erneuerten Phänomenologie. Wenn Michel Foucault prophezeite, das 21. Jahrhundert werde deleuzianisch sein, so gilt das – wie dieses Buch zeigt – vielleicht auch für die Phänomenologie.


The Logic of Sense (1969) is the book in which Deleuze most profoundly deals with phenomenology. While research to date has primarily emphasised his critical distance from Husserl and Heidegger, a closer look reveals that Deleuze's thinking is surprisingly intertwined with developments in French phenomenology since the 1960s. 

The author attempts to decipher Deleuze's complex and difficult text and place it in its historical and conceptual context. In doing so, it becomes apparent that Logic of Sense takes up similar intellectual currents as did the phenomenological movement after Sartre and Merleau-Ponty. The study follows these traces and reconstructs Deleuze's early philosophy of meaning and event in light of the developments that led phenomenology itself into a new phase. This reveals an unexpected picture: Deleuze appears not as an opponent, but as a possible ally of a renewed phenomenology. When Michel Foucault prophesied that the 21st century would be Deleuzian, this, as this book shows, may also apply to phenomenology.


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29,80

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