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Martin
Heidegger um 1920 1.
Abteilung: Veröffentlichte Schriften 1910-1976
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Martin Heidegger
Gesamtausgabe Ausgabe letzter Hand Martin Heideggers Gesamtausgabe unterscheidet sich dadurch von den heute vielerorts veranstalteten Gesamtausgaben, daß sie nach seiner eigenen Entscheidung keine historisch-kritische Ausgabe, sondern eine Ausgabe letzter Hand sein soll. Das bedeutet, daß die Bände der Gesamtausgabe grundsätzlich in der Weise herausgegeben werden, wie der Philosoph selber seine Schriften zugänglich gemacht hat: ohne einen philologischen Apparat und ohne Register. Für eine solche Ausgabe bleibt entscheidend, daß in ihr der Wille des Verfassers, seine Lebensarbeit in die von ihm entworfene zusammenschließende Gestalt einzubringen, verwirklicht wird. Die Entscheidung Heideggers gründet sich auf die nüchterne Einsicht, daß die Zeit für eine historisch-kritische Gesamtausgabe seiner hinterlassenen Lebensarbeit noch lange nicht reif sei. Historisch-kritische Ausgaben sind im übrigen schwerfällige Unternehmungen, die den Leser auf wichtige Texte oft lange warten lassen. Die Ausgabe letzter Hand der Schriften Martin Heideggers dagegen stellt in rascher Folge viele bislang unveröffentlichte Vorlesungen und Abhandlungen in sorgfältig kollationierten Bänden zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung. Im Jahr 1975 erschien mit Band 24 Die Grundprobleme der Phänomenologie der erste Band der Gesamtausgabe; seither werden zwei bis drei Bände im Jahr veröffentlicht. Die Bände der Gesamtausgabe sind inzwischen in zahlreichen Übersetzungen erschienen.
Die I. Abteilung umfaßt die zu Lebzeiten Martin Heideggers veröffentlichten Schriften mit Ausnahme der in dieser Zeit schon erschienenen Vorlesungen aus der zweiten Freiburger Lehrtätigkeit. Die von ihm als Emeritus in den Jahren 1951/ 52 und 1955/56 an der Freiburger Universität gehaltenen und von ihm selbst veröffentlichten Vorlesungen werden auf seine Anweisung hin in dieser Abteilung neu herausgegeben. Bei der Reihung der Bände sowie für die Anordnung der Schriften in den Bänden ist weitgehend ihre zeitliche Entstehung zugrundegelegt worden. Die Bände 11, 13 und 16 der I. Abteilung wurden von Martin Heidegger als Sammelbände vorgesehen. Als Martin Heidegger für die I. Abteilung der veröffentlichten Schriften die Zeitspanne 1914-1970 vorsah, war ihm ein Aufsatz von 1910 nicht mehr in Erinnerung. Dieser wurde erst 1982 gefunden. Heideggers Entscheidung, die kleinen Aufsätze vor der Dissertation mit in die Gesamtausgabe aufzunehmen, fiel erst kurz vor seinem Tod. Folgerichtig war es, auch die bis zu seinem Todesjahre erschienenen Drucke der I. Abteilung zuzuordnen. Viele Bände der I. Abteilung enthalten Randbemerkungen aus den Handexemplaren des Verfassers. Sie werden abgedruckt als Fußnoten, auf die hinter dem jeweiligen Stichwort des Textes eingefügte Kleinbuchstaben verweisen. Die II. Abteilung bringt in zeitlicher Folge alle Vorlesungen Heideggers aus seiner Marburger (1923-1928) und seiner zweiten Freiburger Lehrtätigkeit (1928-1944). Am Ende der II. Abteilung stehen - gemäß der auf Weisung Heideggers vom Nachlaßverwalter 1982 getroffenen Entscheidung - soweit sie noch vorhanden sind, die frühen Freiburger Vorlesungen aus der Dozentenzeit. Die Kenntnis der Vorlesungen ist, gemäß einer Bemerkung Martin Heideggers, eine notwendige Voraussetzung für das Verständnis der unveröffentlichten Abhandlungen. In der III. Abteilung werden zahlreiche, aus den verschiedenen Jahrzehnten stammende, bisher unveröffentlichte Abhandlungen und Vorträge und ein Band Gedachtes zusammengefaßt. Für die IV. Abteilung sind Hinweise, teils zu schon veröffentlichten Schriften, Aufzeichnungen zu Seminaren, Denksplitter, ausgewählte Briefe und Verdichtetes vorgesehen. Als erster Band erschien 1999 Band 85 Vom Wesen der Sprache mit den Aufzeichnungen und Protokollen eines Herder-Seminars vom Sommersemester 1939. "Verdichtetes" sind die 33 sogenannten "Schwarzen Hefte", in die Martin Heidegger wichtige Einsichten und Erfahrungen seiner denkerischen Bemühungen über mehr als vier Jahrzehnte hinweg niedergeschrieben hatte. Die Veröffentlichung dieser "Schwarzen Hefte" wird nach seiner Entscheidung am Ende der Gesamtausgabe erfolgen. Zwei "Schwarze Hefte": "Überlegungen I" (von 1931/32) und "Anmerkungen I" (von 1945/46) fehlen im Nachlaß, der im Deutschen Literaturarchiv (Postfach 1162 - D-71666 Marbach am Neckar) aufbewahrt wird. Vermutlich hat Heidegger diese Hefte vor langer Zeit ausgeliehen und nicht zurückerhalten. Derzeitige Besitzer werden gebeten, sich beim Verlag Klostermann, beim Deutschen Literaturarchiv oder beim Nachlaßverwalter, Dr. Hermann Heidegger, Attental 4, 79252 Stegen, zu melden. |