Gliederung der Gesamtausgabe

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"Wer sich in diesen Band vertieft, wer hier durch "Gedachtes" geht, setzt seine kommunikative Intelligenz einer Feuerprobe aus. Es ist zugleich ein Feuer, das einen Haufen zeitgeschichteten Müll verbrennt. Eine Reinigung."

Botho Strauß in der FAZ


"[Diese Verse gehören] in künftige Anthologien deutscher Lyrik [...]. Obwohl ursprünglich als private Aufzeichnungen nicht für eine Publikation bestimmt, setzt diese Edition Heideggers Gedichte dem literarischen Urteil aus. Sie bestehen die Prüfung: der Philosoph war kein schlechter Dichter. [...] Man darf seine Gedichte als Erholung von seiner Philosophie lesen."

Heinz Schlaffer in der SZ

Martin Heidegger Gesamtausgabe
III. Abteilung:
Unveröffentlichte Abhandlungen - Vorträge - Gedachtes

Band 81: Gedachtes

Herausgegeben von Paola-Ludovika Coriando

2007. XX, 360 Seiten
Ln einzeln
€ 59.-, im Abonnement € 50.15 
ISBN 978-3-465-03556-5
Kt einzeln € 52.-, im Abonnement € 42.12
 
ISBN 978-
3-465-03555-8

Der unter dem Titel "Gedachtes" stehende Band 81 der Gesamtausgabe vereinigt in sich vier Teile. Der Erste Teil "Frühe Gedichte – Briefe – Gedachtes" enthält Texte verschiedener Art, die Martin Heidegger seiner Braut und späteren Ehefrau Elfride Petri zugedacht hat: frühe Gedichte, frühe Briefe und spätere Texte vom Charakter dessen, was er Gedachtes im Unterschied zum Gedicht genannt hat. Der Zweite Teil "Aus der Erfahrung des Denkens" ist ein von Heidegger Ende der dreißiger und in den vierziger Jahren eingerichtetes und in 16 Abschnitte untergliedertes umfangreiches Manuskript von Textstücken im Stile des Gedachten. Der Dritte Teil "Gedachtes für das Vermächtnis eines Denkens" ist eine Sammlung von Texten, die Heidegger seiner Ehefrau zu deren 80. Geburtstag am 3. Juli 1973 übereignet hat und die in den anschließenden Jahren noch erweitert wurde. Im Vierten Teil "Vereinzeltes" sind einzelne Textstücke aus der Zeit der Zweiten Hälfte der dreißiger Jahre bis in die letzten Lebensjahre Heideggers zusammengetragen.

Die Textform des Gedachten ist eine besondere Gestalt des Denkens, die sich sowohl vom philosophischen Werk im strengen Sinne wie auch – und vor allem – vom Gedicht unterscheidet: "Dem äußeren Anschein 'Verse' und Reime – sehen die Texte aus wie 'Gedichte', sind es jedoch nicht." "Gedachte" Texte stellen in ihrem eigenen Selbstverständnis eine eigentümliche Möglichkeit des Denkens dar, die ihre eigene "seinsgeschichtliche" Notwendigkeit hat: sie sind "verwandt [...] dem Spruch der frühen Denker [...]. Verwandt vielleicht den Frühen des Denkens und doch eines anderen Geschicks des Seyns".