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Programmarbeit

 

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Aktualisiert am 22. Juni 2020

Persönliche Vorlieben und Zufälle bestimmen nicht nur den Werdegang von Menschen, sondern auch den von Unternehmen. Mein Vater, Vittorio Klostermann, geboren 1901, hatte in Köln Max Scheler und in Bonn Joseph A. Schumpeter gehört und wollte eigentlich – wie sein Schulfreund Hermann Josef Abs – Bankier werden. Da er jedoch im Bankgewerbe keine Lehrstelle fand, holte ihn mein Großvater Eckard Klostermann in das von ihm geleitete Buchhandelsunternehmen Friedrich Cohen nach Bonn und übertrug ihm 1924 die Antiquariatsleitung, verbunden aber auch mit der Aufgabe, das geisteswissenschaftliche Verlagsprogramm auszubauen. In den sechs Jahren seiner Tätigkeit dort machte er die Bekanntschaft zahlreicher Autoren, die seinen weiteren Lebensweg begleiten sollten, u.a. mit Martin Heidegger, Max Scheler, Walter F. Otto und Karl Mannheim. Wegen der schwierigen ökonomischen Situation, in die das Unternehmen aufgrund der Weltwirtschaftskrise geriet, musste die Verlagstätigkeit bei Cohen jedoch weitgehend eingestellt werden. Vittorio Klostermann ging 1930 nach Frankfurt und gründete im selben Jahr unter seinem Namen einen eigenen Verlag: Hanns W. Eppelsheimer, Hans-Georg Gadamer, Max Kommerell, Paul Ludwig Landsberg, Walter F. Otto, Karl Reinhardt, Kurt Riezler, Benno von Wiese waren die Autoren der ersten Stunde – und das Verlagsprogramm damit bereits in den Grundzügen umrissen.

Auch wenn in den 50er Jahren Ernst Jünger als Autor hinzukam – sowie sein Bruder, der Essayist und Lyriker Friedrich Georg Jünger – der Verlag war doch in erster Linie Wissenschaftsverlag, und er ist es heute fast ausschließlich (siehe aber unten den Abschnitt Literaturwissenschaft!). Um die 4.000 Titel sind seit der Gründung erschienen, etwa 1.800 davon sind heute lieferbar, nicht wenige erreichten mehrere Auflagen. Durchschnittlich erschienen in den letzten Jahren etwa 50 Neuerscheinungen und Neuauflagen, hinzu kommen zehn Zeitschriften und Jahrbücher. Seit 2007 können für die meisten Zeitschriften des Verlags elektronische Campuslizenzen erworben werden, seit 2012 auch für die meisten Monographien.

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Philosophie

Die "Philosophischen Abhandlungen" waren die erste Reihe im Verlag, sie erscheinen seit 1935. Sie enthalten sorgfältig ausgewählte Monographien (darunter viele Habilitationsschriften), von 2003 bis 2018 unter der Herausgeberschaft von Rolf Peter Horstmann, Andreas Kemmerling und Tobias Rosefeldt — und seit 2019 unter der Herausgeberschaft von Dina Emundts, Tobias Rosefeldt und Holmer Steinfath. 119 Bände sind bislang erschienen, die letzten von Marc Andree Weber, Dominik Perler und Jochen Briesen

Im Jahr 1975 begann die "Martin Heidegger Gesamtausgabe" zu erscheinen. Von den geplanten 102 Bänden stehen noch 10 Bände aus. 2009 wurde die Reihe "Heidegger Forum" gegründet, der "Marbach-Bericht" von Klaus Held ist dort im Juli 2019 als 16. Band erscheinen.

Seit 1989 erscheinen die "Zeitschrift für philosophische Forschung" und der "Philosophische Literaturanzeiger" im Verlag. Beide Zeitschriften sind in elektronischer Form (auch als Campus-Lizenz) verfügbar. Die Stellung einzelner Beiträge im Open Access (Gold) ist möglich. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Im Jahr 2003 gründeten wir die "Klostermann RoteReihe" als wissenschaftliche Taschenbuchreihe. Viele bekannte Bücher des Verlags sind seither dort in Neuauflagen herausgekommen, nicht nur von den Klassikern Hans-Georg Gadamer, Arnold Gehlen, Martin Heidegger, Karl Mannheim, Walter F. Otto, Karl Reinhardt, Wilhelm Schapp und Ludwig Wittgenstein, sondern auch von erfolgreichen Büchern neuerer Autoren, unter vielen anderen von Emil Angehrn, Werner Beierwaltes, Kurt Flasch, Eckart Förster, Werner Hamacher, Klaus Held, Gunnar Hindrichs, Wolfram Hogrebe, Geert Keil, Wolfgang Künne, Charles Larmore, Bernd Ludwig, Dominik Perler, Ulrich Pothast, Oliver R. Scholz, Peter Stemmer, Peter Trawny, Marcus Willaschek und Daniel-Pascal Zorn.

Im Jahr 2013 übernahm der Verlag die Publikationen der Internationalen Hegel-Vereinigung unter dem Reihentitel „Geist und Geschichte“; seither sind fünf Bände erschienen, zuletzt Jean-François Kervégans "Die verwirklichte Vernunft".

2014 gründeten Benjamin Schnieder und Tobias Rosefeldt die „Studies in Theoretical Philosophy“. Die Reihe versammelt Arbeiten von vornehmlich jungen Autorinnen und Autoren, die auf höchstem Niveau an der internationalen Forschungsdebatte teilnehmen (bislang neun Bände).

Unter der Obhut von Cleophea Ferrari und Dagmar Kiesel erscheint seit 2016 eine Reihe "Orient und Okzident" mit den Publikationen des gleichnamigen Erlanger Philosophie-Kolloquiums (bislang vier Bände).

Fünfzehn Bände der „Wiener Edition“ des Nachlasses von Ludwig Wittgenstein waren in den Jahren 1993 bis 2000 im Wiener Springer-Verlag erschienen. Als der Verlag die Produktion einstellte, schien eine Weiterführung der Edition nicht mehr möglich. Denn mittlerweile hatte sich auch die Einschätzung der Situation auf dem Büchermarkt radikal verändert: Viele wissenschaftliche Bibliothekare nahmen an, dass die an der Universität Bergen angebotene Nachlass-Datenbank die Forschung ausreichend versorgen würde – und so schien man mit ihnen als Käufern der gedruckten Edition nicht mehr rechnen zu können. Wir sind jedoch von der Nützlichkeit, ja Notwendigkeit der gedruckten Wiener Ausgabe überzeugt und freuen uns, die Fortsetzung der Ausgabe nunmehr übernommen zu haben: Im März 2019 erschien Band 8,2 in unserem Verlag, Band 7 wird im Juli 2020 kommen, Band 9 im Herbst; weitere Bände sollen in rascher Folge erscheinen, Band 10 in drei Teilbänden im Frühjahr 2021.

Nicht alle Bücher erscheinen in Reihen. Und zwei jüngst erschienene sollen hier besonders hervorgehoben werden: Das große Bloch-Buch der Frankfurter Psychoanalytikerin Hanna Gekle und – gut 50 Jahre nach Erscheinen von Dieter Henrichs „Fichtes ursprüngliche Einsicht“ – die um ein vielfaches erweiterte Neuauflage unter dem Titel „Dies Ich, das viel besagt“.​

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Literatur- und Sprachwissenschaft

Zwei kleine Schriften Max Kommerells "Hugo von Hofmannsthal" sowie "Jugend ohne Goethe" waren die ersten Publikationen des Verlags überhaupt. Hugo Friedrichs "Drei Klassiker des französischen Romans" und das Gracian-Buch von Werner Krauss initiierten den romanistischen Zweig.

Eine bedeutsame Rolle für die Programmarbeit des Verlags nahm Eckhard Heftrich ein, der zusammen mit Hans Wysling das "Thomas Mann Jahrbuch" begründete. Über Hans Wysling wurde der Kontakt zum Zürcher Thomas-Mann-Archiv geknüpft, die Reihe der Thomas-Mann-Studien aus dem Francke Verlag übernommen und neu belebt. Eckhard Heftrich war auch der Herausgeber der Reihe "Das Abendland", die 1971 als Neue Folge mit Paul Oskar Kristellers "Marsilio Ficino" startete. Heftrich hat die Herausgeberschaft mit Band 44 an Dirk Werle übergeben: Björn Spiekermann "Der Gottlose".

Im Jahr 1948 übernahm der Verlag die damals von Fritz Schalk herausgegebenen "Romanischen Forschungen. Vierteljahrsschrift für romanische Sprachen und Literaturen". Die Zeitschrift erscheint jetzt im 131. Jahrgang; die literaturwissenschaftliche Abteilung wird von Cornelia Ruhe betreut, die sprachwissenschaftliche von Franz Lebsanft. Unter derselben Herausgeberschaft erscheinen auch die ursprünglich als Beihefte zur Zeitschrift gegründeten "Analecta Romanica", die in erster Linie ausgewählte Qualifikationsschriften versammeln.

Aus der Verbindung mit Hanns Wilhelm Eppelsheimer, dessen Dissertation über Petrarca Vittorio Klostermann schon 1928 bei Cohen verlegt hatte und mit dessen "Handbuch der Weltliteratur" der Verlag besondere Erfolge hatte, erwuchs in den 50er Jahren der literaturwissenschaftlich-bibliographische Zweig des Verlags. Hervorzuheben sind heute vor allem die "Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft" und Klapps "Bibliographie der französischen Literaturwissenschaft", beide auch als Online-Datenbanken zugänglich.

Die alte Verbindung zu den Brüdern Ernst und Friedrich Georg Jünger trägt Jahrzehnte später neue Früchte: Ein Jahrbuch, "Jünger Debatte", begann 2017 zu erscheinen, als Publikationsorgan der Jünger-Gesellschaft herausgegeben von Thomas Bantle, Alexander Pschera und Detlev Schöttker. Schwerpunkt des ersten Bandes ist Ernst Jüngers Verhältnis zum Judentum, der zweite Band (seither unter der Herausgeberschaft von Thomas Bantle, Alexander Pschera und Peter Trawny) widmet sich den "Marmorklippen" und der dritte „Technik und Medien bei den Brüdern Jünger“ (2020).

Die "Rote Reihe" öffnet sich vermehrt auch literaturwissenschaftlichen Themen. Zuletzt erschienen dort ",Barocke' Lyrik lesen" von Dirk Werle sowie Werner Hamachers "Keinmaleins" mit Texten zu Paul Celan. In Vorbereitung befinden sich Hamachers "Studien zu Hälderlin" (Sommer 2020).

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Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie

Mit Helmut Coings Habilitationsschrift "Die Rezeption des Römischen Rechts in Frankfurt am Main" erschien 1939 das erste rechtshistorische Buch in unserem Verlag. Fritz von Hippel folgte mit "Wahrheitspflicht und Aufklärungspflicht der Parteien im Zivilprozeß" und gründete, gemeinsam mit Erik Wolf, 1964 die "Juristischen Abhandlungen", die ab Band 20 von Wolfgang Naucke, seit Band 40 von Cornelius Prittwitz herausgegeben werden. Als letzte Bände erschienen hier Arbeiten der Autoren Christoph Burchard und  Bruno Tadeu Buonicore.

Durch die frühe Verbindung zu Helmut Coing wurde der Verlag auch mit den Publikationen des Max-Planck-Instituts für europäische Rechtsgeschichte betraut. Zunächst mit dessen Jahrbuch "Ius Commune", inzwischen mit mehreren Reihen, die aus der Institutsarbeit erwachsen sind, "Studien zur europäischen Rechtsgeschichte", "Studien zu Policey und Policeywissenschaft" sowie der Zeitschrift "Rechtsgeschichte", heute herausgegeben von Thomas Duve und Stefan Vogenauer. Die Zeitschrift, die einen guten Einblick in die Themen und Forschungen des Instituts gibt, erscheint gleichzeitig mit der gedruckten Ausgabe im Open Access.

Im Jahr 2009 erhielt Werner Gephart die Förderung des BMBF für ein Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“. Das Kolleg möchte einen Beitrag zum Verständnis von Recht in Zeiten einer voranschreitenden Globalisierung normativer Ordnungen leisten. 22 Bände seiner Schriftenreihe "Recht als Kultur" sind mittlerweile erschienen, zuletzt Werner Gepharts „Some Colours of the Law“ und Jan Christoph Suntrups Habilitationsschrift „Umkämpftes Recht“.

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Kulturwissenschaften

Seit Anfang der 80er Jahre verbindet uns mit den Frankfurter Kollegen des Stroemfeld-Verlags eine besondere Freundschaft. Und als sich KD Wolff im Frühjahr 2017 entschloss, die von ihm zwanzig Jahre zuvor gerettete „Zeitschrift für psychoanalytische Theorie und Praxis“ im Einvernehmen mit den Herausgeberinnen abzugeben, da waren wir gerne zur Stelle: Jahrgang 31 (2016) der ZpTP haben wir gemeinsam mit Stroemfeld zu Ende gebracht, seit Jahrgang 32 (2017) tragen wir die verlegerische Verantwortung der "Blauen" allein.

Und zum 1. März dieses Jahres haben wir die kulturwissenschaftliche Reihe Stroemfeld/Nexus übernommen, darunter die berühmten Bücher von Jessica Benjamin, Harold Bloom und Eva Meyer. Wir setzen die Reihe als Klostermann/Nexus fort. Soeben erschien die Neuauflage von Wolfram Groddecks „Reden über Rhetorik“.

 

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Buch- und Bibliothekswesen

Die deutsche Teilung brachte es mit sich, dass das in Leipzig erscheinende "Zentralblatt für Bibliothekswesen" nicht mehr Organ für die westdeutschen Länder sein konnte. So kam es  wiederum durch Vermittlung von Hanns Wilhelm Eppelsheimer  1945 zur Gründung der "Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie", die im Jahre 2019 im 66. Jahrgang von Klaus Ceynowa, Elisabeth Niggemann und Barbara Schneider-Kempf herausgegeben wird. Mit diesem Jahr wechselte die Herausgeberschaft: Nunmehr wird die Zeitschrift von Klaus Ceynowa, Barbara Schneider-Kempf und Frank Scholze betreut.

Seit 1963 wird ZfBB durch eine Reihe von Sonderbänden flankiert; ab Band 56 herausgegeben von Jürgen Hering und seit Band 89 herausgegeben von Georg Ruppelt. Die letzten Bände galten den „Faust-Sammlungen“ und „Ressourcen für die Forschung“ mit der Vorstellung einer Reihe von Spezialsammlungen der Regionalbibliotheken. Mit dem Jahr 2019 hat Reinhard Laube (Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar) die Herausgeberschaft übernommen.

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Kanji und Hanzi

"Habent sua fata libelli": Dies Sprichwort könnte auch herhalten für ein weiteres Tätigkeitsfeld des Verlags: Auf den in Japan lehrenden amerikanischen Autor James W. Heisig waren wir zunächst wegen seines in spanischer Sprache vorgelegten Buchs über die japanische "Philosophie des Nichts" aufmerksam geworden. Raimund Herder, sein spanischer Verleger, erzählte uns auf einer Buchmesse beiläufig, dass Heisig auch eine Reihe von Lehrbüchern zu den Kanji geschrieben habe, mit großem Erfolg in der englischsprachigen und spanischen Welt. Der Erfolg verdankt sich der besonderen Methode, die der Autor entwickelt hat – Heisig erschließt das Reich der japanischen Schriftzeichen anhand kleiner Erzählungen und mnemotechnischer Elemente. Was durch jahrelanges verzweifeltes Pauken kaum zu erreichen ist, das gelingt mit ihrer Hilfestellung innerhalb weniger Monate: Die Bedeutung der Schriftzeichen zu erlernen und – sie dauerhaft zu behalten. Wir erwarben die Rechte für die deutschsprachigen Ausgaben, die Robert Rauther besorgt.

Zunächst erschienen Lernbücher nur für die japanischen Kanji und Kana, im Jahr 2009 brachten wir die ersten Bände auch für die chinesischen Hanzi heraus.

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Essay – ein neuer Versuch

Mit der Publikation von Max Kommerells „Hugo von Hofmannsthal“ begann mein Vater 1930 seinen Verlag. 1931 folgten Jugend ohne Goethe“ (ebenfalls von Kommerell) und Walter F. Ottos „Der europäische Geist und die Weisheit des Ostens“ und 1933 Karl Löwiths „Kierkegaard und Nietzsche“. Es waren dies die ersten vier Bände einer Reihe mit schmalen Essays, die später unter dem Titel „Wissenschaft und Gegenwart“ zusammengefasst wurden; die Reihe wurde 1989 eingestellt.

Häufig wurden wir seither von unseren Autoren ermuntert, ein Forum für „Versuche“ zu öffnen, um der kleinen Form für eine größere Öffentlichkeit wieder einen Platz in unserem Verlagsprogramm zu geben. Seit letztem Jahr, nach 30 Jahren Unterbrechnung, wagen wir einen neuen Versuch. Unter dem Reihentitel „Klostermann Essay“ erschienen drei Bände, die sogleich große Aufmerksamkeit bekamen:
Volker Steinkamps „Foreign Affairs“, Daniel-Pascal Zorns „Shooting Stars“ und der Gesprächsband von Peter Sloterdijk / Peter Trawny „Unter der Platane“. Als vierter Band ist soeben Slavoj Žižeks Essay „Lacans politische Klinik des Seins“ erschienen. Und als fünfter Hans Ulrich Gumbrechts "Crowds", das sich dem Erlebnis der Masse aus der Innen- wie der Außenperspektive widmet.

 

Vittorio E. Klostermann